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[96] wenn der user oder das Script einen Tag aufrufen, der noch nicht freigeschaltet ist Das gewünschte Datum wurde noch nicht freigeschaltet. [97] Wenn es den Kalender noch nicht gibt Ab dem 1. Oktober 2004 können Sie an dieser Stelle die aktuellen Texte von marburgnews lesen. [98] wenn der Kalender gerade läuft Lesen Sie die Texte der marburgnews-Redaktion vom Oktober 2004 und später! [1] Bildung: marburgnews von Freitag, 1. Oktober 2004
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 Schulsporttag: Unterricht nach Bewegungsarten 
 Marburg * (fjh/pm) Ein Schulsporttag findet am Dienstag (5. Oktober) im Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Universität statt. Der Arbeitsbereich "Bewegungs- und Sportpädagogik" unter Leitung Prof. Dr. Ralf Laging hat Sportlehrerinnen und -lehrer zu einer Fortbildungsveranstaltung eingeladen, um mit ihnen zum Thema "Unterrichten in Bewegungsfelder" zu arbeiten. Der Sporttag findet damit bereits zum zweiten Mal statt. Das diesjährige Thema greift eine Entwicklung auf, die im neuen Hessischen Lehrplan "Sport" verankert ist. Statt der bisher bekannten Systematik nach Sportarten soll jetzt in sogenannten Bewegungsfeldern unterrichtet werden. Gemeint sind damit Felder wie "Bewegen an und mit Geräten", "Laufen, Springen, Werfen", "Mit/gegen Partner kämpfen", "Bewegen im Wasser", "Spielen" oder "Fahren, Rollen, Gleiten". Diese Strukturierung der Unterrichtspraxis greift eine Entwicklung auf, die sich in der sportdidaktischen Theoriebildung seit einigen Jahren abzeichnet. Die Ausdifferenzierung des Sports, die Entwicklung von neuen Bewegungsaktivitäten oder die Zunahme sensationeller Körpererlebnisse verweist auf die virulente Bedeutung des Körpers in einer technisierten Welt. Die Bewegungsfelder zeichnen sich nun dadurch aus, dass sie zunächst grundlegende Bewegungsmöglichkeiten thematisieren. Die Bewegungs-, Spiel- und Sportformen werden also von dieser allgemeinen Bewegungskompetenz aus entwickelt und nicht von der schon fertigen sportlichen Technik her. Dieser eher bildungsorientierte Neuzugang findet auch in der Marburger Sportlehrerausbildung Anwendung. Sportlehrerinnen und Sportlehrern wird auf dem Schulsporttag die Gelegenheit gegeben, sich nach grundlegenden Einführungen exemplarisch mit einem Bewegungsfeld auseinanderzusetzen und Ideen für den Unterricht zu entwickeln. Dabei wird auch über das hinausgegangen, was der Lehrplan an Eingrenzungen durch Leistungskontrollen und Festlegungen auf Sportartenfertigkeiten vorgibt. Die Fortbildung ermöglicht einen Einblick in die Arbeit mit Bewegungsfeldern. Dabei soll gezeigt werden, was es heißt, den zentralen Kern eines Bewegungsfeldes wie etwa "Spielen mit etwas" oder "verschiedene Raumlagen an Geräten" zu thematisieren, um daraus Bewegungshandeln in unterschiedlichen Formen von Bewegungsaktivitäten und Sportarten zu entwickeln. Der Schulsporttag ist regional orientiert und will den hiesigen Schulen ein Angebot unterbreiten, das ihrer Fortbildung dient und zugleich die Kooperation der Universität mit der Schulpraxis fördert. Der Schulsporttag, bei dem die Arbeit des Instituts vorgestellt wirdkann, verzahnt Ausbildung und Praxis. Dabei gibt der Arbeitsbereich "Sport- und Bewegungspädagogik" zugleich einen Einblick in die eigene Arbeit der Ausbildung von künftige Sportlehrern und Sportlehrerinnen. Zur Fortbildung haben sich rund 50 Sportlehrerinnen und Sportlehrer angemeldet. Sie erhalten über Vorträge und Workshops Anregungen für Neuorientierungen im Sportunterricht. Der Schulsporttag will einmal im Jahr aktuelle Themen von Praxis und Theorie aufgreifen und zu einer Fortbildungsveranstaltung verdichten. Die Veranstaltung findet im Stadion der Philipps-Universität in der Jahnstraße statt. 
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[2] Bildung: marburgnews von Sonntag, 3. Oktober 2004
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 Südamerika-Tagung: Ausstellung zur Last der Welt 
 Marburg * (dsp/pm) Mehr als 100 Kulturwissenschaftler sind von Freitag (8. Oktober) bis Sonntag (10. Oktober) bei der Völkerkunde der Philipps-Universität zu Gast. Auf dem Treffen deutschsprachiger Südamerika- und Karibikforscher werden sie die neuesten Erkenntnisse zu einer Weltregion austauschen, die durch ihre kulturelle Vielfalt und Dynamik immer mehr das Interesse der Wissenschaft auf sich zieht. Neben deutschen Wissenschaftlern werden auch Fachvertreter aus Österreich, der Schweiz und natürlich Lateinamerika selbst erwartet. Prof. Dr. Mark Münzel ist als geschäftsführender Direktor des gastgebenden Instituts für vergleichende Kulturforschung und selbst ausgewiesener Experte für amazonas-indianische Kulturen besonders über die Beteiligung seiner südamerikanischen Kollegen aus Kolumbien, Costa Rica und Brasilien erfreut. Das Treffen ist nach Vorläufertagungen in Bonn im Jahr 2000 und Berlin im Jahr 2003 das dritte seiner Art. Auf dem Programm stehen neben traditionellen Themenblöcken wie Archäologie und Wissenschaftsgeschichte auch neue Themen wie Migration und Geschlechterforschung. Ergänzend zu den Arbeitsgruppen werden Filme gezeigt. Dass sich Südamerikanisten auch zunehmend Berufsfelder außerhalb von Lehre und Forschung erschließen, ist Thema einer Podiumsdiskussion zum Abschluss des Treffens. Für Privatdozentin Bettina E. Schmitt, die das 3. Südamerikanistentreffen nach Marburg geholt und organisiert hat, markiert die Konferenz zugleich den Abschied aus Marburg. In Anschluss wird sie als Lecturer an die Universität von Oxford gehen. Die Tagung wird im Hörsaalgebäude der Philipps-Universität an der Biegenstraße stattfinden. Parallel dazu wird in den Räumen der Völkerkunde im Kugelhaus die Ausstellung "Auf die Schulter genommen - Die Canela und die Last der Welt" eröffnet. Dazu sind am Freitag (8. Oktober) um 19 Uhr alle Interessierten herzlich eingeladen. 
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[3] Bildung: marburgnews von Sonntag, 3. Oktober 2004
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 Blanko-Vollmacht: ATTAC-Brief an Parlamentarier 
 Marburg * (fjh/pm) Alle Kreistagsabgeordneten hat die Marburger ATTAC-Gruppe in einem Brief am Sonntag (3. Oktober) darauf hingewiesen, dass ihnen der zentrale Vertragsteil des geplanten Leasing-Geschäfts vorenthalten wird. Die Abgeordneten sollen dem Kreisausschuss eine Blanko-Vollmacht ausstellen. Schulen des Kreises sollen fortan von Bayern aus verwaltet werden. Attac Marburg liegen jetzt die Vertragsentwürfe für das vom Landkreis Marburg-Biedenkopf geplante "Sale-and-Lease-Back"-Geschäft (SLB) vor. Uns " Unsere Befürchtungen werden durch den Vertragstext und die Beschlussvorlage des Kreistags noch übertroffen", erläuterte Timm Zwickel von Attac Marburg. Deshalb hat Attac nun alle Kreistagsabgeordneten angeschrieben. Das globalisierungskritische Netzwerk fordert die Volksvertreter auf, dem Beschluss auf der Kreistagssitzung am Freitag (8. Oktober) nicht zuzustimmen. Attac hat festgestellt, dass in den Vertragsentwürfen, die den Kreistagsabgeordneten vorliegen, der zentrale Vertragsteil - der sogenannte "Gesellschaftsvertrag" - fehlt. Der Kreistag soll dem Kreisausschuss eine Blanko-Vollmacht ausstellen, einen solchen Vertrag abzuschließen. Aus den anderen Vertragsteilen und der Beschlussvorlage des Kreistags geht eindeutig hervor, dass der Kreis die Kontrolle über seine Immobilien vollständig an die Hannover Leasing mit Sitz in Bayern abgibt - entgegen den Behauptungen des Landrats Robert Fischbach. "Die Geschäfte werden von Pullach aus gef ührt, der Kreis hat als Kommanditist und Beiratsmitglied de facto keine Einflussmöglichkeit", betonte Zwickel. Durch seine Blanko-Vollmacht lässt der Kreistag die Form des Beirats der Objektgesellschaft offen. "Um den Verdacht auszuräumen, einige Politiker könnten das Leasing-Geschäft nutzen, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen, muss transparent gemacht werden, wer im Beirat der Objektgesellschaft sitzt und wie deren Tätigkeit vergütet wird. Dies kann nur dadurch geschehen, dass der Kreistag direkt über den Gesellschaftsvertrag abstimmt", forderte Zwickel. In seinem Schreiben kritisiert Attac das Vorhaben erneut als Scheingeschäft, bei dem der Kreis "Schmiergeld" für die Beihilfe zur Steuerentziehung kassiere und dem Land einen Verlust von 50 Millionen Euro beschere. Zudem seien es Geschäfte mit Unbekannten, da eine "atypisch stille Gesellschaft" die Anleger und Steuersparer verdecke. "Der Kreis könnte Mafia-Gelder waschen und würde davon nichts mitbekommen," befürchtet Zwickel. "Wir hoffen, dass die Mehrheit der Abgeordneten ein solches Geschäft ablehnt, da es sonst bald heißen könnte: "Kreis Marburg-Biedenkopf - von führenden Geldw äschern empfohlen!" 
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[4] Bildung: marburgnews von Montag, 4. Oktober 2004
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 PDS-Brief: Das Flair legaler Steuerhinterziehung 
 Marburg * (fjh/pm) Gleich mehrmals Post erhalten in diesen Tagen die Kreistagsabgeordneten. Nachdem die Marburger ATTAC-Gruppe am Sonntag (3. Oktober) wegen des geplanten "Sale-and-Lease-Back"-Geschäfts des Landkreises Marburg-Biedenkopf einen Brief an die Kreistagsabgeordneten geschickt hat, hat nun auch die PDS-Fraktion im Kreistag den Mitgliedern des Parlaments ein Schreiben zugesandt. Das teilte PDS-Pressesprecher ftsf hrer Hajo Zeller am Montag (4. Oktober) mit. Ziel dieses Briefes ist nach Asusage der PDS-Fraktionsvorsitzenden Anna Hofmann, den KollegInnen im Kreistag vor der Kreistagsitzung am Freitag (8. Oktober) noch einmal die schwerwiegenden Bedenken der PDS zu diesem Scheingeschäft darzulegen. "Da die Entscheidungen über das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten bereits vor der öffentlichen Kreistagsitzung gefällt werden, haben wir uns zu diesem ungewöhnlichen Schritt entschlossen", führtte Hofmann aus. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich eine ausreichende Anzahl von Mitgliedern des Kreistages unseren schweren Bedenken gegen diese üblen finanztechnischen Tricks des Landrates anschließen." Die Ablehnung dieses Scheingeschäftes begründete Hofmann auch mit einem Verstoß gegen die Hessische Gemeindeordnung. der hessische Innenminister Volker Bouffier sehe dies übrigens genauso. Darüber hinaus könne der Landkreis während der Laufzeit der Verträge keine energetischen Optimierungen seiner Immobilien über Contracting-Modelle vornehmen, was für den Klimaschutz und die Kreiskasse gleichermaßen schädlich sei. Ihr Fraktionskollege Georg Fülberth ergänzte: "Nicht immer sind wir mit dem Bund der Steuerzahler in Hessen einer Meinung. Doch diesmal gebe ich Ulrich Fried, dem Vorsitzenden des Steuerzahlerbundes in Hessen recht, wenn er in der Frankfurter Rundschau diese Steuervermeidungskonzepte scharf kritisiert und davon spricht, dass große Steuerausfälle programmiert sind". Auf die moralische Seite wies Zeller noch einmal eindringlich hin: "Der Aussage von Angelika Becker, GEW-Marburg-Biedenkopf, wie man von LehrerInnen fordern kann, gegenüber SchülerInnen ein Vorbild zu sein und zu Moral und gesellschaftlicher Verantwortung zu erziehen, wenn dieser Lernprozess in Gebäuden stattfindet, die vom Flair legaler Steuerhinterziehung geprägt sind, ist nichts mehr hinzuzufügen". 
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[5] Bildung: marburgnews von Dienstag, 5. Oktober 2004
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 Preis-Kampf: Kinderklinik schlägt Alarm 
 Marburg * (fjh) Um 6.000 Prozent erhöht hat die Firma Linde den Preis für Stickoxyd (NO). Die Universitäts-Kinderklinik Heidelberg hat deswegen jetzt Alarm geschlagen. Die hohen Kosten für das Gas gefährden die Qualität der Behandlung Neugeborener, die damit beatmet werden müssen. Eine Nachfrage bei der Marburger Kinderklinik zeigte kein so dramatisches Bild wie in Heidelberg. Nach Angaben des Klinik-Direktors Prof. Dr. Rolf Maier ist die Behandlungsqualittät hier nicht in Gefahr. Doch engagiere sich die Deutsche Gesellschaft für Neonatologie für eine Preissenkung. In Heidelberg sprengen die Kosten für das Beatmungsgas nach der Preiserhöhung den Etat der Kinderklinik. 125.000 Euro müsste das Krankenhaus künftig jedes Jahr allein für Stickoxyd ausgeben. Da mit wäre dann jedoch der gesamte Jahreshaushalt der Krankenhausapotheke erschöpft. Begründet wird die Preiserhöhung von der Firma Linde damit, dass sie fortan kein Industriegas mehr an die Kliniken liefere, sondern ein Medikament. Das Unternehmen ist alleiniger Inhaber der Patente für dieses Gas. Inhaltlich ändert sich nach der Preiserhöhung absolut nichts an der geliefert Substanze. In der Marburger Kinderklinik hat der Schritt des Herstellers indes keine so gravierenden Folgen wie in Heidelberg. Nach Maiers Aussage behandelt die Kinderklinik jedes Jahr zwischen 400 und 500 Neugeborene. Davon müssen aber nur eines oder zwei mit Stickoxyd beatmet werden: Deswegen schlägt die Unverschämtheit der Firma Linde hier nicht so stark zu Buche. ennoch hofft auch mAIER AUF ein Einlenken des Monopolisten. Er versichert aber ausdrücklich, dass in der Marburger Kinderklinik alle medizinisch notwendigen und gebotenen Behandlungen auch uneingeschränkt vorgenommen werden. 
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[6] Bildung: marburgnews von Mittwoch, 6. Oktober 2004
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 Geheimnisse gelüftet: Einmaleins der Zauberei 
 Marburg * (fjh/pm) Die Enden eines zerschnittenen Seils verschmelzen auf magische Weise. Tücher erscheinen und verschwinden in leer gezeigten Händen. Ein Fingerhut schlägt Kapriolen. Ein 10 Euro-Schein verwandelt sich in einen Hunderter. Der Zauberkünstler Stefan Behr aus "Abras Wunderkabinett" führt im November in die Geheimnisse der Zauberei ein. Bei diesem Kurs unter dem Titel "Einmaleins der Zauberei" werden Kunststücke mit Seilen, Zeitungen, Münzen und Spielkarten erlernt. Außerdem gibt es eine Einführung in die Kunst der Ablenkung und der Präsentation. Für all diejenigen, die mit ihrer Kinder- oder Jugendgruppe zaubern wollen, gibt es wertvolle Ratschläge und Tipps. Wer Interresse hat und mindestens 15 Jahre alt ist, sollte sich umgehend unter der e-Mail-Adresse BeckR@marburg-biedenkopf.de in der Kreisverwaltung Marburg anmelden. Das Seminar findet von Samstag (6. November) bis Sonntag (7. November) , im Kreisjugendheim Wolfshausen statt. 
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[7] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 7. Oktober 2004
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 Fantasieseminar: Die Herren der Ringe 
 Marburg * (fjh/pm) Ein Fantasieseminar für Jungen veranstaltet das Jugendbildungswerk des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Das Wochenende unter dem Titel "Die Herren der Ringe" findet von Samstag (3. Dezember) bis Sonntag (5. Dezember) in der Jugendherberge Burg Hessenstein bei Föhl statt. Bei diesem Seminar können Jungen in die Fantasiewelt eintauchen und eine Reihe spannender Abenteuer gemeinsam erleben. Dabei wird im Vordergrund stehen, dass die abenteuerlichen Situationen nur gemeinsam zu bewältigen sind. Es soll aber auch der Frage nachgegangen werden, was Jungen an der Fantasiewelt fesselt und welche Bedeutung das Bestehen von Abenteuern für sie hat. Die Anreise zur Burg Hessenstein erfolgt gemeinsam. Der Seminarbeitrag beträgt 18 Euro. Anmeldungen sind an das Jugendbildungswerk des Landkreises Marburg-Biedenkopf unter der e-Mail-Adresse jbw@marburg-biedenkopf.de zu richten. 
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[8] Bildung: marburgnews von Freitag, 8. Oktober 2004
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 BRAIN: Fünf Jahre Beratung zu Hochbegabung 
 Marburg * (sts) Intellektuelle Hochbegabung kann bei Kindern schnell zu einer Unterforderung in der Schule und damit einhergehend zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Oft ist es für Lehrer wie Eltern schwierig, die Gründe hierfür zu erkennen, sprich die Hochbegabung festzustellen. Seit nunmehr fünf Jahren versucht die begabungsdiagnostische Beratungsstelle "BRAIN", in solchen Fällen Anlaufstelle für Eltern, Lehrkräfte, Erzieher und Psychologen zu sein. Am Freitag (8. Oktober) wurde im Dekanatssaal des Fachbereichs Psychologie der Philipps-Universität der Jubiläumstag feierlich begonnen. Prof. Dr. Detlef H. Rost konnte zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland zu der ganztägigen Veranstaltung begrüßen. Er leitet die "BeRAtung und INformation über besondere Begabung ". Das ist der ausgeschriebene Name von "RAIN". Zum Thema "Hochbegabtenförderung in Hessen - gestern, heute, morgen" sprach die hessische Kultusministerin Karin Wolff. Als neutrale Instanz informiert BRAIN zu Fragen von Hochbegabung, hilft Unsicherheit zu reduzieren und unzutreffende Mythen bezüglich hochbegabter Kinder gezielt abzubauen. In den letzten fünf Jahren hat BRAIN 2039 telefonische Beratungen durchgeführt und 919 Fälle einer genauen diagnostischen Prüfung unterzogen. In den knapp 800 erstellten Begabungsgutachten wurde nur zu einem Drittel tatsächlich eine Hochbegabung des Kindes festgestellt. In ausführlichen, im übrigen kostenlosen, Beratungen werden die Eltern dann von qualifizierten Diplom-Psychologen über weitergehende Förderungsmöglichkeiten und Beratungsstellen informiert. Das Kultusministerium hat die Beratungsstelle in den vorangegangenen Jahren mit 840.000 DM unterstützt und die Förderung bis März 2008 verlängert. "Die Offenheit gegenüber jeder Form von Begabung muss Einzug in den Schulalltag halten", sagte Wolff in ihrer Rede. Sie plädierte dafür, dass "Fordern"und Fördern von hochbegabten Kindern zu einem zentralen Inhalt in der gesamten Lehrerausbildung zu machen. In den letzten zwei Schuljahren seien 31 Grundschulen in Hessen mit rund 300.000 Euro gefördert worden, die in diesem Bereich besondere Anstrengungen unternommen hätten. 62 Schulen in Hessen besäßen zudem ein Gütesiegel zur Förderung Hochbegabter. "Jedes Kind muss an die Grenzen der persönlichen Leistungsfähigkeit heran geführt werden. Nur so können diese Grenzen weiter verschoben werden", meinte die Ministerin. Zudem müsse mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, dass hochbegabte Kinder "überbeweglich und schwierig" seien. Nur in 15 Prozent aller Fälle träfe dies zu. BRAIN leiste gerade auch in diesem Punkt wertvolle Aufklärungsarbeit. Dennoch sei noch viel zu tun, denn es könne ja schließlich nicht sein, dass in Großbritannien 30 Prozent der Bevölkerung, in Deutschland hingegen nur 18 Prozent, hochbegabt sei. Frühere Erkennung und gezieltere Förderung müssten daher die Aufgaben der nächsten Jahre sein. 
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[9] Bildung: marburgnews von Samstag, 9. Oktober 2004
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 Gutes Sehen: Offene Tür in der Augenklinik 
 Marburg * (sts) Großer Resonanz konnte sich der "Tag der offenen Tür" am Samstag (9. Oktober) in der Klinik für Augenheilkunde der Philipps-Universität erfreuen. In sechs Vorträgen informierten die Ärzte Interessierte und Patienten über die häufigsten Augenkrankheiten, über Vorbeugungsmaßnahmen und Behandlungsmethoden. "In den Industrieländern ist die Diabetes die häufigste Erblindungsursache, weltweit ist es der hierzulande leicht zu operierende Graue Star", sagte Prof. Ilse Strempel, die Leiterin der Abteilung für Augenerkrankungen (Ophthalmopathologie). Über diese beiden häufigen Augenerkrankungen hinaus gab es Vorträge zum Grünen Star, zur Makuladegeneration (Verlust des scharfen Sehens), zu Uveitis, der Erkrankung der Gefässinnenhaut. Dr. Christina Müller informierte zudem über die chirurgische Korrektur von Fehlsichtigkeit mittels einer Lasertherapie. Zusätzliche Austellungs- und Infostände, unter anderem von der Deutschen Blindenstudienanstalt (BLISTA), rundeten das Angebot ab. "Wir sind sowohl in der Therapie wie in der Diagnostik weltweit führend", sprach Strempel auch das internationale Renommee der Marburger Augenklinik an. 
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[10] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 7. Oktober 2004
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 Behinderungen: Ringvorlesung zu Disability Studies  
 Marburg * (acs/pm) Unter dem Motto "Disability Studies - Behinderung neu denken" veranstalten die Philipps-Universität und das Kasseler Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) eine Ringvorlesung in Marburg. Vom 27. Oktober bis zum 26. Januar finden jeweils mittwochs insgesamt zehn Vorträge zu den verschiedenen Aspekten von Behinderung statt. Experten aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den USA konnten als Referenten gewonnen werden. Die "Disability Studies" verstehen sich als interdisziplinär ausgerichtete Forschungsstrategie. "Sie gehen davon aus, dass Behinderung sozial konstruiert wird und kein spezifisches Wesensmerkmal eines einzelnen Menschen ist. Behinderung ist demnach Ausdruck gesellschaftlicher Bedingungen und Verhältnisse, die Menschen mit Beeinträchtigungen in ihrer sozialen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben behindern. Dieser Forschungsansatz steht im Widerspruch zu jenen Ansätzen, die behinderte Menschen als zu befürsorgende, zu betreuende oder zu fördernde und in diesem Sinne zu erforschende Objekte sehen¯, erklären Professor Dr. Eckhard Rohrmann und Dr. Gisela Hermes ihren Ansatz der Ringvorlesung. "Im Sinne der Disability Studies sind Menschen mit Behinderungen, ihre Sichtweisen und Erfahrungen dagegen aktiv in den Forschungsprozess mit einzubeziehen." Nachdem dieser Ansatz seit etwa 20 Jahren international diskutiert und weiter entwickelt wird, hält er nun auch verstärkt Einzug in die deutschen Universitäten. Am Mittwoch (27. Oktober) startet die Vorlesungsreihe. Von 16 bis 18 Uhr wird Dr. Gisela Hermes vom bifos im Raum 115 des Hörsaalgebäudes mit dem Vortrag ®Der Wissenschaftsansatz Disability Studies: Neue Erkenntnisgewinne über Behinderung?¯ die Ringvorlesung einleiten. Es folgen, jeweils mittwochs, Vorträge über "Behinderung und Identität", "Selbstbestimmung behinderter Menschen", "Gesellschaftliche Kontruktionen von Anders-Sein", "Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe aus Sicht von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung", "Bioethik", "Gender Aspekte der Disability Studies", "Kulturwissenschaftliche Perspektiven" sowie "Die Thematisierung von Alltagsbegegnungen blinder und sehender Menschen - Selbstversuch eines blinden Forschers".  
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[11] Bildung: marburgnews von Montag, 11. Oktober 2004
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 Sybel und Zeller: Spiegel des 19. Jahrhunderts 
 Marburg * (fjh/pm) "Schreiben Sie vor allem, was in Marburg, wenn etwas passiert ist!" Diese Aufforderung des Gelehrten Heinrich von Sybel an seinen Marburger Kollegen Eduard Zeller hat der neuen Ausstellung zum Leben an der Philipps-Universität im 19. Jahrhundert den Namen gegeben. Die Ausstellung wird am Donnerstag (14. Oktober) um 17 Uhr in der Universitätsbibliothek eröffnet. Anlass der Ausstellung ist die kürzlich erschienene Edition der 151 Briefe zwischen den bedeutenden Gelehrten von Sybel und Zeller, herausgegeben von der Historikerin Dr. Margret Lemberg. In Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek konzipierte Lemberg nun auch diese Ausstellung. Vollständig erhaltene Briefwechsel aus dem 19. Jahrhundert sind nicht allzu häufig, aber ein geschlossener Briefwechsel aus dieser Zeit, der über mehr als 45 Jahre reicht, ist selten. Solch eine ununterbrochene Korrespondenz zweier - zudem noch bedeutender Gelehrter - besitzt die Marburger Universitätsbibliothek. Der Briefwechsel setzt am 5. April 1849 mit den Problemen um die Berufung Eduard Zellers von Bern nach Marburg ein und spiegelt somit deutlich die politische Situation in Marburg in der Endphase der 48er Revolution. Die Ausstellung stellt nicht nur die beiden Helden und ihre Familien vor, sondern bezieht beider Freunde und Kontrahenten mit ein. So entsteht ein Bild der Universität in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine andere Facette zeigt das außeruniversitäre Engagement der Briefpartner. Zum einen nahm der liberalkonservative Sybel durch Parteigründung, Reden, Resolutionen und durch Übernahme eines Abgeordnetenmandats in der Ständekammer in Kassel aktiven Anteil an der Revolution 1848/49. Seinem engen Freund Bruno Hildebrand, einem Liberaldemokraten, gelang es, als Vertreter Marburgs in die Nationalversammlung in Frankfurt gewählt zu werden. Zum anderen gründeten Zeller und Sybel zusammen mit dem Bürgermeister David Lederer einen privaten Armenpflegeverein in Marburg und fanden bereitwillige Helfer unter Frauen und Männern ihrer Umgebung. Zum dritten organisierte Zeller zusammen mit seinem Intimfeind, dem orthodoxen Lutheraner August Vilmar, die dreitägige Schiller-Feier in Marburg im Jahre 1859. Durch Auszüge aus den Briefen, durch Portraits und Photographien, durch Werkausgaben, Arbeitsmittel, zeitgenössische Anschläge und Plakate versucht die Ausstellugn, das kulturelle Leben der Universitätsstadt Marburg lebendig werden zu lassen. Gemälde aus dem Universitätsmuseum und dem Rathaus sowie eine wiedergefundene Büste Heinrich von Sybels von Fritz Schaper bereichern das Marburg-Bild dieser Jahre zusätzlich. 
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[12] Bildung: marburgnews von Freitag, 8. Oktober 2004
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 Parkinson-Preis: Oertel für Netzwerk-Gründung geehrt 
 Marburg * (fjh/pm) Für sein Engagement im Kompetenznetz Parkinson hat Prof. Dr. Wolfgang H. Oertel den Dr.-Dingebauer-Preis erhalten. Der ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik der Philipps-Universität erhielt die Auszeichnung zusammen mit Prof. Dr. Günther Deuschl von der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Sie ist mit 50.000 Euro dotiert. Zum zweiten Mal seit 2002 würdigt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie damit hervorragende Leistungen in der Erforschung der Parkinsonschen Krankheit und anderer neurologischer Erkrankungen. In diesem Jahr werden mit Oertel und Deuschl zwei hochrangige Ärzte und Wissenschaftler für ihre breitgefächerten Aktivitäten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung, der Erforschung der Parkinsonschen Krankheit und in Anerkennung der Leistungen beim Aufbau des "Kompetenznetzes Parkinson" ausgezeichnet. Oertel habe sich in vielfältiger Weise um die Grundlagenforschung - Genetik, Transplantations- und Stammzellforschung - , die - klinische - pharmakologische und bildgebende Diagnostik, experimentelle und Pharmakotherapie - und die Versorgungsforschung verdient gemacht, lobte die Laudatio sein Wirken. Insbesondere für seine Verdienste beim Aufbau des "Kompetenznetzes Parkinson" wird Oertel mit dem Dr.-Dingebauer-Preis geehrt. Das Kompetenznetz wird seit 1999 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es soll die einzelnen Bereiche von Grundlagen- und klinischer Forschung über die Diagnose bis hin zur Therapie vernetzen. Dem Sprecher des Kompetenznetzes ist es gelungen, führende forschende mit versorgenden Einrichtungen zusammenzuführen. Heute gehören 26 Kliniken zum Kompetenznetz. Mehrere niedergelassene Facharztpraxen sind assoziiert. Auf Initiative von Oertel hat sich 2003 im Kompetenznetz die "German Parkinson Study Group" (GPS) gegründet, die Industrie-gesponserte Studien und eigene Forschungsprojekte durchführt. Neben seiner Arbeit als Chairman im Executive Committee der GPS engagiert sich Oertel zudem als Koordinator des Parkinson European Netzwerkes sowie als Vorstandsmitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gesellschaften. 
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[13] Bildung: marburgnews von Mittwoch, 13. Oktober 2004
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 Theorie traf Praxis: Markkt der Möglichkeiten 
 Marburg * (sts) "Der Markt der Möglichkeiten soll die Vielfalt und Buntheit der sozialpädagogischen Praxis zeigen, Begegnungsmöglichkeiten bieten und Entscheidungshilfen für die Berufswahl geben", fasste Dr. Matthias Almstedt die Zielsetzung der Veranstaltung zusammen. Er ist Abteilungsleiter für Sozialwesen an der Käthe-Kollwitz-Schule. bereits zum dritten Mal konnte am Mittwoch (13. Oktober) der "Markt der Möglichkeiten" in der Käthe-Kollwitz-Schule stattfinden. Zwölf sozialpädagogische Einrichtungen aus Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf stellten an Infoständen ihre Arbeit vor. Vertreten waren die evangelischen und katholischen Kindertageseinrichtungen, die Deutsche Blindenstudienanstalt (BLISTA), das Jugendheim Marbach, der St.-Elisabeth-Verein, das Gertrudisheim des Caritasverbandes, der Arbeitskreis "Soziale Brennpunkte Marburg" (AKSB) , der Kindergarten der Universitäts-Kinderklinik, der Marburger Eltern-Kind-Verein, die Freie Schule Marburg, das Kinderzentrum "Weißer Stein" und die schulischen Betreuungsangebote der Stadt Marburg. Zuvor diskutierten die 330 Schüler und Studierenden der Schule unter dem Motto "Studierende fragen - Praxisvertreter aus dem Beirat antworten" mit Gudrun Kaupsch, Michael Harborth und Wolfgang Reinsch vom Beirat der Fachschule für Sozialpädagogik. Das Gespräch drehte sich vornehmlich um die Zukunft des Erzieherberufs, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Qualität der Erziehung in den verschiedenen Einrichtungen. Vor allem die örtliche Flexibilität der Künftigen Erzieher sei bei der Stellensuche entscheidend: "In Südhessen sieht die Lage momentan deutlich besser aus. Der Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige bis 2010 wird der Branche aber sicherlich einen Schub geben", sagte Almstedt. Besonders die Politik müsse ihrer Verantwortung gegenüber den sozialen Trägern gerecht werden: "Durch weitere Kürzungen kann die Qualität der Erziehung nicht verbessert werden. Die Ausgaben für Bildung müssen erhöht werden", forderte Almstedt. Marburg sei jedoch ein gutes Beispiel dafür, was mit einer verantwortungsvollen und engagierten Kommunalpolitik zu erreichen sei. 
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[14] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 14. Oktober 2004
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 Blindenbildung: Kather berichtete aus Ostafrika 
 Marburg * (fjh) 90 % der Blinden weltweit leben in Entwicklungsländern. 80 % der blinden Kinder weltweit besuchen keine Schule. Diese Zahlen nannte Norbert Kather bei seinem Vortrag "Kangundo verbessert Chancen". Der ehrenamtliche Entwicklungshelfer sprach am Mittwoch (13. Oktober) im bvollbesetzten Marburger Weltladen über die Blindenbildung in Ostafrika. In Kangundo wurde mit Kathers Unterstützung 2002 eine "Special Unit" eröffnet. Diese Sondereinheit für blinde Kinder ist an eine reguläre Schule in der kenianischen Stadt angegliedert. Kangundo hat etwa 5.000 Einwohner. Gut 1.000 Kinder besuchen die dortige Grundschule. Elf davon sind blind, ein Schüler der "Special Unit" ist hochgradig sehbehindert. Die ersten drei Schuljahre werden die behinderten Kinder gesondert beschult. Sie erlernen die tastbare Brailleschrift , Englisch und Suaheli sowie Grundzüge der Mathematik. Ab der vierten Klasse gehen sie dann in die Regelschule. Angesichts von Klassenstärken mit bis zu 135 Kindern sind sie gegenüber den nichtbehinderten Schülern deutlich im Vorteil Zwei Erzieherinnen und ein einheimischer Lehrer betreuen diese behinderten Kinder. Nachdem in Kenia das Schulgeld für die grundschule abgeschafft worden ist, müssen die Eltern nur noch für die Unerbringung ihrer Sprösslinge im Internat zahlen. Aber selbst diese geringen Koste von 40 Euro im Jahr können viele Eltern angesichts der durchschnittlichen Wocheneinkünfte vom drei Euro nicht aufbringen. Kather hat deswegen die Finanzier ung der Löhne für die beiden Erzieherinnen übernommen. 1.500 Euro überweist er im Jahr nach Kangundo. Von dieser Spende werden auch die Kosten für weitere Anschaffungen der "Special Unit" getätigt. Der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) hat für Kathers Projekt ein eigenes Spenndenkonto eingerichtet. Gut zwei Drittel der Gesamtsumme sind hierdurch bereits zusammengekommen. Den Rest hat der blinde Sozialpädagoge aus eigener Tasche hinzugelegt. Nun planen die Verantwortlichen in Kangundo eine Erweiterung ihres Heimbereichs. Für den Umbau eines benachbarten Gebäudes benötigen sie r und 1.3000 Euro. Dieses Geld möchte Kather über Spenden aus Deutschland bereitsstellen, damit die Zahl der Kinder an der "Special Unit" in Kangundo verdoppelt werden kann. Zur Jahreswende möchte Kather zudem nach Uganda reisen. Für zunächst fünf Monate will er dort als "Volonteer" für die ugandische Blindenorganisation arbeiten. Seine Tätigkeitsfelder sollen die Schul ung von Verbandsfunktionären sowie das "Fund Raising" sein. Kontakt nach Uganda hat Kather bei seiner letzten Afrika-Reise im Sommer 2004 geknüpft. In Uganda nennt man die "Special Units" lateinisch 2Annex". Die älteste derartige Einrichtung wurde dort bereits 1967 von Missionaren gegründet, lange bevor in Europa die integrierte Beschul ung blinder kinder erfolgte. An dieser Einrictht ung arbeitet ein blinder Lehrer, der sich - so Kather - vorbildlich für seine Schülerinnen und Schüler einsetzt. Sie hätten sogar einen Verein "Generation 21" gegründet, um einander auch nach Abschluss der Schulausbildung weiterzuhelfen. Bei der Diskussion mit dem Publikum berichtete eine tadschikische Blindenlehrerin über ähnlich ärmliche Zustände in ihrem Herkunftsland. Auch dort sei nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Hilfe dringend notwendig. DVBS-Pressesprecher Michael Herbst bot auch hier seine Unterstützung an. Er forderte die Anwesenden auf, nicht mehr benötigte Hilfsmittel wie Blindenstöcke, alte Lupenbrillen, Schreibtafeln oder tastbare Uhren bei der DVBS-Geschäftsstelle abzugeben. Kather bat zudem um Übersend ung von Punktschriftpapier und Folien, die in Afrika ebenfalls dringend benötigt werden. Der ehrenamtliche Entwicklungshelfer ist sich durchaus bewusst, dass seine Arbeit zugunsten einer eigenständigen Entwicklung des Blindenwesens in Ostafrika nur der berühmte "Tropfen auf den heißen Stein" ist. Doch für die betroffenen kann dieser "Tropfen" sehr wichtig sein. Die zwölf Kinder in der "Special Unit" von Kangundo jedenfalls haben dank seines Engagements für ihr weiteres Leben bessere Chancen. 
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[15] Bildung: marburgnews von Freitag, 15. Oktober 2004
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 Berlin-Besuch: 1.000 bei Bartol im Bundestag 
 Marburg * (fjh/pm) Die tausendste Besucherin des Jahres 2004 aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol am Mittwoch (13. Oktober) in Berlin empfangen. Das gab sein Wahlkreisbüro am Freitag (15. Oktober) in Marburg bekannt. Jubiläumsgast ist Laura Margit Cramer, Schülerin der zwölften Klasse des Gymnasiums Philippinum. Zur Erinnerung bekam sie vom Gastgeber ein Buch über die Geschichte und Architektur des Deutschen Bundestags und einen Kino-Gutschein überreicht. Wie in jedem Jahr besichtigte auch in dieser Woche der gesamte 12. Jahrgang des Gymnasium Philippinum den Bundestag. In diesem Jahr haben bereits weit über 30 Besuchergruppen auf Einladung von Bartol den Bundestag und ihren Abgeordneten in Berlin besucht. Am Ende des Jahres wird der Marburger Abgeordnete mehr als 1.200 Besucherinnen und Besucher aus Marburg-Biedenkopf im Bundestag empfangen haben. "Ich möchte nicht nur im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf ein offenes Ohr für die Menschen haben, sondern ihnen auch die Möglichkeit bieten, den Bundestag von innen kennezulernen", erklärte Bartol. Deshalb nutzt er verstärkt die Möglichkeit, Besuchergruppen zu sich in die Hauptstadt einzuladen. Bartol hat sich bewusst dafür entschieden, hauptsächlich Schülergruppen eine Innenansicht des Parla ments zu ermöglichen: "Gerade für Jugendliche ist es wichtig, dass sie einmal Politik zum Anfassen erleben." An Sitzungstagen können die Gruppen von der Besuchertribüne aus eine Stunde lang die Bundestagsdebatte verfolgen. Sonst bekommen sie eine Besichtigung des Plenarsaales geboten inklusive eines Vortrages über die Arbeitsweise des Bundestages. Zum Programm gehört auch ein Gespräch mit dem Abgeordneten über seinen Arbeitsalltag und seine politischen Schwerpunkte. 
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[16] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 14. Oktober 2004
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 Mensch und Tier: Studium Generale im Wintersemester 
 Marburg * (lyg/pm) Unter dem Motto "Mensch und Tier" präsentiert die Philipps-Universität auch in diesem Wintersemester das Studium Generale. Der weitgefasste Vortragsreigen beginnt am Mittwoch (27. Oktober). Er bietet sowohl erstaunliche Einblicke in die Tierwelt, als auch in die gegenseitige Interaktion von Mensch und Tier. Die Vortragsthemen reichen von überragenden technisch-logistischen Leistungen von Tieren und ihrem außergewöhnlichen Sozialverhalten über Tier-Mensch-Beziehungen in der Kulturgeschichte bis hin zu Fragen einer gemeinsamen Ethik für beide Spezies. Den Auftakt der Reihe macht der Vogelkundler Prof. Dr. Peter Berthold vom Max-Planck-Institut für Ornithologie. Unter dem Titel "Faszination Vogelzug - von den Phänomenen über die Evolution bis zur Klimaveränderung" erklärt Berthold nicht nur die technisch und logistischen Spitzenleistungen, sondern zeigt auch, wie sehr sich Vögel in ihrem Zugverhalten selbst minimalen Klimaveränderungen anpassen. Dagegen bietet der nachfolgende Vortrag "Mensch und Tier in der Antike" einen historischen Rückblick. Was der Mensch aus dem Rind gemacht habe, das seit 8000 Jahren in der Obhut des Menschen ist, ist Titel des Vortrages vom Mittwoch (10. November). Dass Tiere in vielfältigen Beziehungen zum Menschen stehen und sogar ein wichtiges Element in dessen kultureller Entwicklung bilden, zeigt der Vortrag "Das domestizierte Tier: Seine Rolle bei den frühen Bauernkulturen". Erweitert wird das Spektrum der Mensch-Tier- Beziehungen um die kulturhistorische Dimension: "Tiersymbole in der Malerei" sind ebenso Thema wie "Gott, Mensch und Tier im Alten Testament". Auch sozialpsychologische Fragestellungen interessieren: Zum einen erklärt ein Vortrag außergewöhnliches "Sozialverhalten und geschlechtsspezifische Rollenverteilung bei den Tüpfelhyänen", bei denen Geschwister- und Elternmord vorkommt. Zum anderen wird ein Verhaltensphysiologe grundlegende Aspekte zur "Kultur und Tradition im Tierreich" beleuchten. Der abschließende Vortragsblock thematisiert medizinische wie ethische Fragen: So wird ein Arzt mit "Chancen und Risiken der Xenotransplantation" bekannt machen. Bereits heute wird erprobt, Tiergewebe in erkrankte Menschen zu transplantieren. Dieser Komplex zieht Fragen nach einer gemeinsamen Ethik für Mensch und Tier sowie nach der Einzigartigkeit des Menschen im Tierreich nach sich. Der Themenreigen klingt aus mit der simplen Frage, ob Tiere denken können. Das Studium Generale richtet sich an Studierende und Dozenten aller Fachbereiche sowie an die außeruniversitäre Öffentlichkeit. Aus Mitteln des Universitätsbundes und der Philipps-Universität finanziert, ist der Eintritt zu den Veranstaltungen der bundesweit ausgesuchten Referenten frei. Die populärwissenschaftlichen Vorträge finden jeweils mittwochs um 20.15 Uhr im Hörsaal 114 des Hörsaalgebäudes an der Biegenstraße statt. 
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[17] Bildung: marburgnews von Mittwoch, 13. Oktober 2004
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 Banal brutal: Tagung zu alltäglichem Militarismus 
 Marburg * (fjh/pm) Zur Tagung "Banal Militarism: Zur Veralltäglichung des militärischen und kriegerischen Habitus" laden das Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität und der Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) ein . Die Veranstaltung findet am Freitag (15. Oktober) und Samstag (16. Oktober) statt. International und interdisziplinär werden Wissenschaftler aus den USA, England, Finnland, Österreich und Deutschland über Begriff, Phänomene und Kontexte des banalen Militarismus aus historischer, kunsthistorischer, soziologischer, politik-, literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive diskutieren. Das Phänomen des Militarismus ist in der Vergangenheit häufig anhand des preußisch-deutschen und des japanischen Beispiels diskutiert worden. Der "klassische Militarismus" wird gewöhnlich als eine gesellschaftliche Konstellation verstanden, in der das Militärische eine bevorzugte Rolle in Staat und Gesellschaft spielt. In diesem Sinne wird der Militarismus in der Bundesrepublik wie in vielen anderen Staaten als ein randständiges Phänomen wahrgenommen. Dennoch spielt das Militär eine beträchtliche Rolle in vielen Gesellschaften - im Verbrauch gesellschaftlichen Reichtums, in der öffentlichen Diskussion und im Alltagserleben vieler Menschen. Ein Begriff existiert dafür allerdings nicht . Trotz zahlloser Kriegsfilme und TV-Reportagen über das Soldatenleben auf Flugzeugträgern, trotz der millionenfachen Verbreitung von PC-Kriegsspielen, trotz Wanderausstellungen wie "Unser Heer", trotz des Auftretens von Jugendoffizieren oder der Präsentation der Bundeswehr mit einem großen Stand bei der Leipziger Buchmesse im März 2003 wurde die ständige Präsenz des Militärs und von Gewalt im alltag bisher noch nicht wissenschaftlich problematisiert. Auslassungen in der Sprache des Politischen sind aber selten absichtslos, wie der englische Sozialwissenschaftler Michael Billig festgestellt hat. In Anlehnung an seine Überlegungen, die in alltäglichen Handlungen und Diskursen stattfindende Reproduktion des Nationalstaates und der Nation' als"banal nationalism" zu bezeichnen, scheint den Veranstaltern der Begriff des "banal militarism" geeignet. Er soll die entsprechenden sozialen, medialen und kommunikativen Mechanismen erfassen, die die Existenz von Militär, sein öffentliches Auftreten, seinen Anspruch auf Bereitstellung öffentlicher Mittel sowie seinen Einsatz legitimieren. Den unspektakulären, medial und kommunikativ vermittelten Prozessen und Dimensionen einer Veralltäglichung des militärischen und kriegerischen Habitus widmet sich diese explorativ angelegte internationale Tagung. 
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[18] Bildung: marburgnews von Mittwoch, 13. Oktober 2004
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 Krieglstein 1. Klasse: Bundesverdienstkreuz für Pharmakologen 
 Marburg * (fjh/pm) Mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Dr. Josef Krieglstein. Der promovierte Azrt und Pharmakologe ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Philipps-Universität. Die Ehrung fand im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch (13. Oktober) im Kreishaus statt Landrat Robert Fischbach und der Hessische Justizminister Dr. Christean Wagnermachten deutlich, dass die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung nur sehr selten vergeben werde. Sie sei daher eine ganz besondere Anerkennung seiner Verdienste. Krieglstein hat sich sowohl als Wissenschaftler als auch als Privatperson in ganz besonderem Maße für die gesundheitlichen Belange der Menschen eingesetzt und Verdienste für das Gesundheitswesen in Deutschland und darüber hinaus erworben. Ferner hat er hervorragende wissenschaftliche Leistungen erbracht, die ihm großes internationales Renommee eingebracht haben. Dabei gehen seine Leistungen weit über seine hauptberufliche Tätigkeit hinaus , so die offizielle Auszeichnungsbegründung. Fischbach wies auf Krieglsteins herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Hirnforschung hin, die der Therapie von Krankheiten wie Morbus Alzheimer oder Schlaganfall immer wieder neue Impulse gegeben hätten. Unermüdlich habe Krieglstein die Forschung, Entwicklung und Anwendung neuer und besserer Behandlungsstrategien vorangetrieben, um das durch neurodegenerative Erkrankungen bedingte Leid der Menschen zu lindern. Wagner hob Krieglsteins jahrzehntelanges Engagement in der akademischen Selbstverwaltung der Philipps-Universität hervor. Sehr oft habe er durch seinen ganz persönlichen Einsatz Wissenschaftlern aus anderen Ländern und fremden Kulturen eine Teilnahme an Symposien und anderen Veranstaltungen in Marburg ermöglicht. Nach dem Abitur absolvierte Krieglstein bis 1959 ein Apothekerpraktikum. Anschließend studierte er bis 1962 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Pharmazie und von 1962 bis 1966 Medizin. 1965 erfolgte die Promotion zum Dr. rer.nat. und 1967 zum Dr. med. in Erlangen. An der Universität Mainz war er von 1967 bis 1970 als wissenschaftlicher Assistent am Pharmakologischen Institut tätig. Dann folgte die Habilitation für Pharmakologie und Toxikologie. Zwei Jahre lang war Krieglstein anschließend als Privatdozent und außerplanmäßiger Professor und ein weiteres Jahr als wissenschaftlicher Rat und Professor tätig. Im April 1974 wechselte Krieglstein zur Philipps-Universität. Hier wurde er Leiter des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie. Darüber hinaus war er 1976/77, 1986/87 und 1995/96 Dekan des Fachbereichs Pharmazie. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren Plasmaproteinbildung von Pharmaka, Gehirne-Eergiestoffwechsel, neuronale Degeneration und Protektion, zerebrale Ischämie, Apoptose, Wachstumsfaktoren, Protein-Phosphatasen und -kinasen. Krieglstein war Vorsitzender der Akademie für Pharmazeutische Fortbildung der Landesapothekerkammer Hessen. Er leitete 110 Doktoranden und drei Habilitanden an. Rund 4.500 Studierende der Pharmazie haben seine Ausbildung genossen. 
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[19] Bildung: marburgnews von Dienstag, 19. Oktober 2004
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 Schläger und Diebe: Vier Jugendliche unter Verdacht 
 Marburg * (atn/pm) Verantwortlich für eine ganze Reihe von Diebstählen macht die Polizei vier Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Sie werden verdächtigt, in wechselnder Zusammensetzung in Umkleideräumen von Turnhallen mehrere Personen bestohlen zu haben. Opfer, die bisher noch auf eine Anzeige verzichtet haben, bittet die Polizei, sich zu melden. Auf der Weidenhäuser Brücke kam es am Samstag (9. Oktober) zunächst zu einer Körperverletzung. Im Vorbeigehen schlug ein Jugendlicher aus einer Gruppe heraus einen anderen, der sich gerade auf der Brücke aufhielt und sich unterhielt. Der Geschlagene erlitt keine gefährlichen Verletzungen. Einen augenscheinlichen Grund für die Auseinandersetzung gab es nicht. Die Truppe - so ergaben die späteren Ermittlungen - begab sich von dort aus in einen Fachmarkt für Unterhaltungselektronik. Dort fiel sie beim Diebstahl mehrerer MP 3-Player auf. Ein 15-jähriger - in der Türkei geborener - Marburger, der nicht nur auf der Weidenhäuser Brücke bereits zuschlug, sondern auch im Verdacht steht, einen Tag zuvor mit einem Begleiter in der Gutenbergstraße jemanden niedergeprügelt und nachher auf den am Boden Liegenden eingetreten zu haben, leistete bei den polizeilichen Maßnahmen nach dem Ladendiebstahl Widerstand. Im Zuge der intensiven Ermittlungen ergab sich der dringene Tatverdacht, dass der Marburger zusammen mit drei Marburgern italienischer, polnischer und kasachischer Herkunft für mindestens 17 weitere Diebstähle verantwortlich sein könnte. Bereits am Freitag (18. September) meldeten sich acht Geschädigte nach einer Veranstaltung im Haus der Jugend. Zwischen 21 und 21.30 Uhr kamen dort mehrere Handys und Geldbörsen abhanden. Ebenfalls Geld und Handys wurden am Donnerstag (7. Oktober) zwischen 18.30 und 19.30 Uhr sowie am Mittwoch (13. Oktober) zwischen 14.30 und 16 Uhr aus den Umkleideräumen der Turnhalle der Elisabethschule gestohlen. Hier meldeten sich bisher sieben Opfer. Zwei Betroffene meldeten sich nach Diebstählen zwischen 15.30 und 17 Uhr aus dem Umkleideraum der Sporthalle des Gymnasiums Philippinum am Donnerstag (07. Oktober) . Das sichergestellte Diebesgut aus diesen Straftaten befindet sich größtenteils bereits wieder bei den Eigentümern. Die Polizei geht jedoch von weiteren - möglicherweise im ganzen Landkreis verteilt wohnenden - Geschädigten aus. 
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[20] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 21. Oktober 2004
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 Kartoffel total: Ferienprogramm der Familien-Bildungsstätte 
 Marburg * (sts) "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, auch Kartoffeln müssen sein", heisst es im Volksmund. Unter dem Motto "Kartoffel total" läuft derzeit das Herbstferienangebot der Evangelischen Familien-Bildungsstätte. 22 Kinder zwischen sieben und elf Jahren lernen fünf Tage lang alles Wichtige rund um den Erdapfel. "Wir wollen mit dem Programm die Lebenswirklichkeit der Kinder einfangen und ihnen den Respekt vor der Kartoffel wiedergeben", sagte Henning Smolka, der gemeinsam mit Marie-Luise Müller-Marra, den Ferienkurs leitet. Für jeden Tag gibt es ein bestimmtes Programm. Im Mittelpunkt steht dabei das gemeinsame, selbst zubereitete Mittagessen, von Pellkartoffeln, über Kartoffelsalat und Kartoffelsuppe bis hin zur Zubereitung von Reibekuchen. Nicht immer trafen die Gerichte auch den Geschmack der Kinder, doch insgesamt waren sie vom Programm begeistert. Neben dem Zubereiten steht das sinnliche Erfahren des Grundnahrungsmittels im Vordergrund. Mit verbundenen Augen versuchten die Kinder "ihre" Kartoffel tastend wiederzuerkennen. Außerdem bastelten sie ein Würfelspiel zum Thema und kreierten ein Puppentheaterstück zur Einführung der Kartoffel in Preußen zur Zeit Friedrich II. Beim Besuch auf dem Wochenmarkt lernten die Kinder die verschiedenen Sorten kennen, im Supermarkt entdeckten sie die große Kartoffelproduktpalette. Die dort geführten Interviews und Fragen der Kinder werden demnächst auch bei Radio Unerhört zu hören sein. "Durch Spiel und mit Spass sollen die Kinder lernen, was man mit einer Kartoffel so alles anstellen kann, wie gesund sie ist, wo sie wächst und wie unterschiedlich sie schmecken kann", faßte Smolka die Zielsetzung zusammen. Seit rund drei Jahren führt die Familienbildungsstätte mittlerweile diese Ferienkurse durch. Dabei war das Thema in den Sommerferien "Alles rund ums Geld", in den Osterferien ging es um "Laut und Leise". Nach der Kürzung der Geldmittel durch das Land Hessen musste dieses Mal die Stadt Marburg einspringen, um das Angebot aufrecht erhalten zu können. "Es ist fraglich, ob wir auch im nächsten Jahr die Ferienkurse anbieten können", meinte Smolka. Die Kosten für die fünftägige Ganztagesbetreuung von bisher 60 Euro pro Kind werden voraussichtlich erhöht werden müssen. 
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[21] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 21. Oktober 2004
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 Pilates-Workshop: Uni lässt Muskeln spielen 
 Marburg * (atn/pm) Bodyforming betreibt ein Pilates Workshop im Gymnastikraum desw Uni-Stadions in der Jahnstraße 12. Das Zentrum für Hochschulsport der Phillps-Universität bietet ab Samstag (6. November) einen Kurs unter der Leitung von York Hess an. Trainiert wird von 9.30 - 16.30 Uhr. Die Methode ist von Joseph Pilates von 1916 - 1968 in England und New York entwickelt worden. Durch ein gezieltes Mattentraining werden zwei Kontrollzentren des menschlichen Körpers aktiviert und verstärkt. Die untere und tiefe Bauchmuskulatur nennt Pilates "Powerhouse". Neben ihr festigen die Übungen die mittlere Rücken- und Schultergürtelmuskulatur. Die Bewegungsabläufe sind kontrolliert und fließend. Sie bedürfen weniger Wiederholungen, um effektiv auf den Körper zu wirken. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil vom Pilates Training ist die kontrollierte Atmung, die Körper und Seele entspannt und den Krafteinsatz erleichtert. Interessierte erhalten weitere Informationen bei uni-Martin Kruse unter der e-Mail-Adresse kruse@verwaltung.uni-marburg.de. 
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[22] Bildun: marburgnews von Donnerstag, 28. Oktober 2004
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 Salzkanäle: Kinderarzt erhält Jan-Brod-Preis 
 Marburg * (lyg/pm) Ein Marburger Kinderarzt erhält den Jan-Brod-Preis für die Aufklärung eines angeborenen und lebensbedrohenden Salzverlusts durch die Niere. Das gab die Philipps-Universität am Donnerstag (28. Oktober) bekannt. Prof. Dr. Siegfried Waldegger von der Universitäts-Kinderklinik der erhielt am Mittwoch (27. Oktober) bei der Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover (GdF) den mit 5.000 Euro dotierten Jan-Brod-Preis. Diese Auszeichnung würdigt Waldeggers Aufklärung der Ursache eines angeborenen und lebensbedrohenden Salzverlustes durch die Niere. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die mit Innenohrtaubheit einhergeht. Der von der Solvay Arzneimittel GmbH aus Hannover gestiftete Preis wird jährlich vergeben. Er richtet sich an Autoren herausragender - in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichter - Untersuchungen zur Förderung der klinischen Forschung, speziell auf den Gebieten von Kreislauf- und Nierenerkrankungen. Waldegger und seine Marburger Kollegen Prof. Dr. Hannsjörg W. Seyberth, Dr. Karl Peter Schlingmann und Dr. Nikola Jeck veröffentlichten ihre Arbeit im US-amerikanischen "New England Journal of Medicine". Dieses Magazin zählt zu den angesehensten medizinischen Fachzeitschriften. Die Marburger Kinderärzte haben die angeborene Krankheit mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) untersucht. Dabei identifizierten sie Gen-Defekte, die mit einem Verlust der Funktion zweier Chloridkanäle verbunden sind. Diese Kanäle sind sowohl für den Kochsalztransport in den Nierenkanälchen als auch für den Chlorid-Ionen-Transport im Innenohr verantwortlich. Bisher war nur die Bedeutung eines der beiden Chloridkanäle (ClC-Kb-Kanal) für die Funktion der Niere bekannt. Durch den nun erstmals beobachteten zusätzlichen Ausfall eines weiteren Chloridkanals (ClC-Ka), entwickelt sich bereits im Mutterleib eine krankhafte Fruchtwasservermehrung aufgrund der Harnflut bei dem noch ungeborenen Kind. Den häufig zu früh geborenen Kindern droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der ohne rechtzeitige Behandlung zum Kreislaufschock und zum Tod des Frühgeborenen führen kann. Mit der Erkenntnis von Waldegger ist es jetzt möglich, neue diagnostische und therapeutische Maßnahmen für Patienten mit dieser seltenen Krankheit zu entwickeln. "Noch bedeutender für die Gesamtmedizin ist aber", so Waldegger, "dass mit diesem Wissen neuartige wassertreibende Medikamente entwickelt werden können, die bei der Behandlung von häufigen Erkrankungen wie der Herzinsuffizienz oder des hohen Blutdrucks eingesetzt werden können." 
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[23] Bildun: marburgnews von Montag, 25. Oktober 2004
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 Ärzte impfen: Neue Reihe von Uni und Chiron 
 Marburg * (atn/pm) Die Seminarreihe "Impfen - Wissenschaft und Praxis - Tradition und Vision" startet am Freitag (29. Oktober). Veranstalter dieser - mit hochkarätigen Rednern besetzten Reihe - sind das Institut für Medizinische Mikrobiologie, das Institut für Virologie der Philipps-Universität und der Marburger Impfstoffhersteller Chiron Vaccines. Anlass dieser Kooperation ist die Gründung der Behringwerke vor 100 Jahren, deren Impfstofftradition von Chiron fortgeführt wird. Die insgesamt 14 Seminare laufen bis einschließlich 11. Februar 2005 jeweils freitags von 17.00 bis 18.00 Uhr im Hörsaal des Instituts für Mikrobiologie am Pilgrimstein 2. "Mit der Seminarreihe soll vor allem angehenden Medizinern zum einen eine Übersicht über bereits registrierte Impfstoffe gegeben werden. Außerdem sollen sie aktuelle Berichte aus der Forschung direkt aus erster Hand hören", erklärte Chiron-Geschäftsführer Dieter Schaible. Prof. Hans-Dieter Klenk, Leiter des Instituts für Virologie hebt hervor: "Wir haben in der Seminarreihe eine Reihe spannender Themen, die auch gut 100 Jahre nach dem Medizin-Nobelpreis für Emil von Behring zeigen, wie brandaktuell das Thema Impfen ist. Es wird z. B. um Impfstoffe gegen SARS und Gelbfieber gehen oder um das West Nile Virus sowie um DNA-Vakzine." Die Veranstaltung ist nicht nur für angehende Ärzte frei, sondern auch für interessierte Gasthörer. 
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[24] Bildung: marburgnews von Montag, 25. Oktober 2004
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 Physik-Workshop: Schüler experimentieren 
 Marburg * (fjh/pm) "Wozu s DDDDDDDDDDieses nd die Kerne gut?" und weitere spannende Themen stehen von Mittwoch (27. Oktober) bis Freitag (29. Oktober) im Mittelpunkt des diesjährigen Physik-Workshops des Fachbereichs Physik der Philipps-Universität. Die rund 60 Teilnehmer sind SchülerInnen der Klassenstufe 12 aus ganz Hessen. Am Ende des Workshops erhalten sie ein persönliches Zertifikat der Universität. Schon seit 1999 wird diese Veranstaltung jeweils in der letzten Woche der Herbstferien durchgeführt. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Mittwoch (27. Oktober) von 13.30 bis 13.45 Uhr im roßen Hörsaal des Fachbereichs Physik am Renthof statt. Begüßen wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dort Studiendekan Prof. Dr. Wolfram Heimbrodt. Drei Tage lang können die Teilnehmenden anschließend ein vielfältiges Programm absolvieren. Plenarveranstaltungen mit Professoren und Dozenten der Physik im Großen Hörsaal am Renthof werden sie in Themen wie "Die Sonne - der Stern, von dem wir leben", "Wozu sind die Kerne gut?" oder in die "Mechanik" einführen. Anschließend haben sie Gelegenheit - fachkundig angeleitet und selbständig - in kleinen Gruppen Experimente aus verschiedenen Gebieten der modernen Physik durchzuführen. Fragen rund um das Physik-Studium an der Philipps-Universität werden natürlich auch beantwortet. Am ersten Tag des Workshops findet zudem ein gemeinsames Abendessen statt. Nichts zu wünschen übrig lässt die große Auswahl an Experimenten. Sie klären, ob es dabei um die Frage geht, ob man Atome "tanzen" sehen kann, ob die Ausbreitung von elektromagnetischen Wellen auch mit Überlichtgeschwindigkeit möglich ist und ob sich der Stern von Betlehem als Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn erklären lässt. Ebenfalls mit im Programm sind Experimente zur Physik des Gehirns, zu modernen Lasern, elektronischen Schaltungen, Nanotechnologie und vielen weiteren Themen. Detaillierte Informationen sind im Internet unter www.physik.uni-marburg.de/Studium/schule/sws/sws2004/experimente.html zu finden. 
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[25] Bildung: marburgnews von Montag, 25. Oktober 2004
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 Eigener Werbeclip: Jugendliche durchschauen Tricks 
 Marburg * (fjh/pm) Werbeclips selbst gestalten können Jugendliche im Rahmen einer Wochenend-Veranstaltung des Jugendbildungswerkes. Von Freitag (12. November) bis Sonntag (14. November) können sie selbst ausprobieren, inwieweit sie durch raffinierte selbst gestaltete Werbeclips andere für ihre Sache oder ihr Produkt interessieren können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dabei einen Einblick in eine Vielzahl von Werbetricks und Mechanismen. Sie erfahren eine Menge über Film- und Bildgestaltung . Aufbauend auf diesen Informationen können sie schließlich selber einen Werbeclip produzieren. Das Seminar findet in der Jugendherberge Biedenkopf statt. Der Teilnahmebeitrag inklusive Unterkunft und Verpflegung beträgt 18 Euro. Weitere Informationen gibt es beim Jugendbildungswerk unter der e-Mail-Adresse jbw@marburg-biedenkopf.de oder im Internet unter www.marburg-biedenkopf.de/jbw. 
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[26] Bildung: marburgnews von Dienstag, 26. Oktober 2004
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 Klotz statt Kleidung: Ausstellung zu Canela-Kultur 
 Marburg * (fjh) "Traditionell kennen die Canela-Indianer als Bekleidung nur Kopfschmuck, Armbänder und Gürtel. Alle anderen Kleidungsstücke verdankt das brasilianische Volk allein seinem Kontakt zur sogenannten Zivilisation", erläutert Dr. Schweitzer-de Palacios. Die Ethnologin ist Kuratorin einer Ausstellung über die Canela-Indianer im Kugelhaus. Untr dem Titel "Auf die Schulter genommen - die Canela-Inianer und die Last der Welt" wurde sie dort am Freitag (8. Oktober) eröffnet. In nur noch zwei Canela-Dörfern leben heute etwa 1.800 Menschen. Betrieben ihre Vorfahren noch Jagd und einen rudimentären Ackerbau, so leben die heutigen Canela weitgehend von der Landwirtschaft. Ihre Dörfer legen die Canela-Indianer in Rundform an. Dieser Form folgt auch die Marburger Ausstellugn. Acht Vitrinen gruppieren sich rund um ein Modell eines derartigen Indianerdorfes herum. Zu sehen sind in den Glaskästen Alltagsgegenstände aus dem Haushalt oder zur Erledigung der Jagd. Gesammelt hat diese Exponate der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Dieckert. Er hat den Nordwesten Brasiliens mehrmals bereist, um die sogenannten "Klotzläufe" der Canela-Indianer zu erforschen. Nach der Feldarbeit rennen die jungen Männer zum Dorf zurück. Einer schultert dabei einen schweren Holzklotz. Wärend des Laufes wechselt der Klotz mehrmals den Träger. Neben diesen alltäglichen Läufen büer kurze Distanzen veranstalten die Canela-Indianer bei größeren Festen auch längere Klotzläufe von bis zu 40 Kilometern Entfernung. Mit Muscheln und Perlen bunt bestickte Gürtel schmücken besonders schnelle Läufer. Ein Kopfschmuck verwandelt sie in unterschiedliche Tiere, deren Eigenschaften nach traditionellem Verständnis damit auf den jeweiligen Träger übergehen. War das Volk der Canela schon ein Schmelztiegel verschiedener älterer Völkerschaften, so droht auch ihm heute ein kulturelles Ausbluten. Die langen Läufe können die Indianer wegen mangelnder Freizeit inzwischen kaum mehr durchführen. Auch Initiationsriten und traditionelle Feste verlieren zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme dieser kulturellen Überlieferung. Aufwendige Masken für rituelle Feste hat Dieckert ebenso aus Brasilien mitgebracht wie hölzernes Kinderspielzeug oder Trinkgefäße aus Eierschalen. Die Canela-Kultur kennt nämlich keine Keramik. Dafür hat sie eine hochentwickelte Gesangskultur ausgebildet. Stimmbildung und Gesangstraining gehören bereits zur Kindererziehung. Höchstes Ansehen genießen herausragende Sängerinnen und Sänger. Einblicke in die Kultur der Canela vermittelt die Ausstellung des Fachbereichs Völkerkunde der Philipps-Universität im Kugelhaus. Sie ist montags bis donnerstags zwischen 9 und 2 Uhr sowie jeden Donnerstagnachmittag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Gruppen können auch Besuchstermine am Wochenende vereinbaren. 
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[27] Bildung: marburgnews von Mittwoch, 27. Oktober 2004
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 Preis an Heilmann: Tipps zur Karriere mit Kindern 
 Marburg * (fjh/pm) Den diesjährigen Frauenförderpreis der Philipps-Universität erhält PD Dr. Christa M. Heilmann. Im Rahmen eines Festakts wird die Auszeichnung am Dienstag (2. November) um 17 Uhr in der Aula der Alten Universität verliehen. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Heilmann ist Leiterin der Abteilung Sprechwissenschaft im Institut für Germanistische Sprachwissenschaft. Im Anschluss an die Preisverleihung wird sie über ihre Erfahrungen mit der Förderung von Frauen im Umfeld der Universität berichten. Der abendliche Festvortrag von Dr. Sybille Rahner, widmet sich anschließend dem Thema "Mit Kind und Kegel zum Erfolg. Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie an Hochschulen". Die Referentin ist Mitglied der Gruppe der Auditorinnen des Projekts "Audit Familiengerechte Hochschule" .. Am selben Tag findet das Rahmenprogramm zur Verleihung des Frauenförderpreises unter dem Motto "Kinder und Karriere (k)ein Widerspruch?" statt. Von 9 bis 15 Uhr wird im Alten Senatssitzungssaal im Verwaltungsgebäude an der Biegenstraße ein Karriere-Coaching für Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen - mit Kindern, aber auch ohne - angeboten. Die Diplom-Soziologin Gunta Saul-Soprun gibt interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen Tipps und Hilfestellungen, wie sie ihre Hochschulkarriere möglichst effektiv und zielorientiert planen können. Dabei sollen gesetzliche Vorgaben thematisiert, Zeit- und Ressourcenbudgets überprüft sowie Informationen über private und öffentliche Unterstützungsmöglichkeiten gegeben werden. Ziel ist die Anleitung zur Erarbeitung eines individuellen Aktionsplans für alle Teilnehmerinnen. Einen Workshop zum Thema "Studieren mit Kind" wird von 15 bis 16 Uhr die Frauenbeauftragte der Philipps-Universität anbieten. Dieser Workshop findet in der Alten Universität statt. Dr. Silke Lorch-Göllner will Studierenden mit Kindern die Möglichkeit geben, über ihre Erfahrungen und ihre Studiensituation zu berichten, sich über konkrete Probleme der Vereinbarung von Studium und Familie auszutauschen sowie gemeinsam Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der Frauenförderpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre vom Präsidenten der Philipps-Universität Marburg verliehen. Er würdigt hervorragende Verdienste von Mitgliedern oder Angehörigen der Universität, die sich xxzxxin besonderem Maße für die Förderung von Studentinnen sowie Frauen aus dem wissenschaftlichen oder technisch-administrativen Bereich engagieren. In den vergangenen Jahren wurde er der klinischen Psychologin Prof. Dr. Irmela Florin (1998), der Soziologin Prof. Dr. Renate Rausch (2000) sowie dem Frauen-Lesben-Referat gemeinsam mit der Genetikerin Prof. Dr. Helga Rehder (2002) verliehen. 
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[28] Bildung: marburgnews von Donnerstag, 28. Oktober 2004
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 Ornitomanie: Eine lebendige Stunde Berthold 
 Marburg * (atn) Vogelzug, ein "Phänomen der absoluten Superlative!" Woher weiss ein Vogel eigentlich, ob er ziehen soll oder nicht? Woher weiss er, wann er aufbrechen soll? Wohin soll er überhaupt aufbrechen und wann ist sein Flug beendet? Antwort auf Kernfragen des Vogelzugs gab am Mittwoch (27. Oktober) Prof. Peter Berthold im Auditorium Maximum der Philipps-Universität. Im Rahmen der neuen Ringvorlesung unter dem Titel "Verhältnis: Mensch und Tier" zog der weltweit führende Vogelzugforscher die zahlreichen Hörer mit einem flammend vorgetragenen Beitrag in seinen Bann. Vor einem halben Jahrhundert trat Berthold in die Vogelforschung ein. Seither beschäftigt er sich mit der - wie er sagte - "attraktivsten Gruppe von Lebewesen". Er leitet das Max-Planck-Institut für Ornithologie. Im Laufe seiner Wissenschaftlerkarriere ist er mit vielen Preisen geehrt worden. Ob aufgrund von Farbe, Gesang, Bewegung oder Verhalten, die allgegenwärtigen Vögel beschäftigten so viele Wissenschaftler wie keine andere Art. Das wurde während des Vortrages immer verständlicher. Aus einem schier unerschöpflich scheinenden Wissensschatz schöpfte Berthold erstaunliche Fakten über die zarten geflügelten Wesen: 50 Milliarden wandern jedes Jahr rund um den Globus. Schwalben erreichen dabei eine Lebens-Wanderleistung von mehreren Millionen Kilometern! Der nur 4g schwere Kolibri futtert sich 2g Fett an, um damit am Stück die 1000km über den Golf von Mexiko zu schwirren! Vögel "schmelzen" Teile ihrer Innereien ein, um leichter zu sein, denn während der Reise benötigen sie den Verdauungstrakt nicht! Auch Zucht und Forschung spielten in dem Vortrag eine Rolle. Berthold und andere Wissenschaftler untersuchten mit Hilfe von gezüchteten Hybriden, inwieweit der Vogelzug angeboren ist. Sie kamen zu erstaunlichen Ergebnissen: Das Erbgut der Vögel reagiere relativ schnell auf Veränderungen. So werde die Vogelzugforschung "ein interessantes Modell zur Evolutionsforschung". Darüberhinaus gebe sie Aufschluss über Klimaveränderungen. Denn das Wanderverhalten der Vögel passe sich den Gegebenheiten auf der Erde an. Er könne die ganze Nacht reden und den morgigen Tag noch dazu, sagte Berthold. Dies zu glauben fällt leicht. Doch die relativ knappe Zeit reichte aus, um Hochachtung und Respekt für die - den Menschen in so vielen Dingen überlegenen - Lebewesen zu wecken. Und Interesse an ihrer Zukunft. Bertholds "Ornithophilie" war ansteckend. 
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[29] Bildung: marburgnews von Freitag, 29. Oktober 2004
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 Willkommen: Feststimmung in der Mensa 
 Marburg * (atn) Mit einem festlichen "Candel-light-Dinner" in der Mensa begrüßte die Stadt Marburg am Donnerstag (28.10.) die Erstsemester. Auch Zweitsemester, denen das Ereignis im vergangenen Jahr entgangen ist, waren willkommen. Das Studentenwerk Marburg hatte die sonst eher nüchterne Mensa am Erlenring zu diesem Anlass liebevoll herausgeputzt. Im Vorfeld hatten die Gäste Gelegenheit, sich im Studentenhaus über viele Themen rund um Stadt und Universität zu informieren. Vor dem Festschmaus kamen Persönlichkeiten zu Wort, die ein Student bei Beginn seines Studiums schon einmal gesehen haben sollte. So sprachen der Präsident der Philipps-Universität, Prof. Dr. Volker Nienhaus, und Bürgermeister Egon Vaupel. Sie hießen die Studentinnen und Studenten in Marburg willkommen und machten deutlich, dass die Stadt sich über "ihre" Studierenden freue und sie als schöpferische, kritische und belebende Kraft schätze. Im Anschluss stellte Sabine Klomfaß den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) vor. Ihr Amt als dessen Vorsitzende beschrieb sie als "dem des Bundeskanzlers" ähnlich. Ihre sicher informativen Worte gingen leider - wie auch die ihrer Vorredner - im Gemurmel der versammelten Menge unter. Der Geräuschpegel ebbte erst etwas ab, als die Vorspeise - ein Salatteller - serviert wurde. Als Hauptmenü gab es Lachsfilet, vegetarisches Gyros oder Hähnchenbrust zur Auswahl. Ein Obstsalat mit Sahnehäubchen wurde als Dessert gereicht. Für gute musikalische Untermalung sorgte die Studentenbigband Marburg - wenn ab und an auch etwas laut. Aber so könne man wenigstens in Ruhe essen, wie hier und da bemerkt wurde. Das Dinner war mit viel Aufwand vorbereitet worden und für die Anwesenden ein lohnender, geselliger Abend. Es ist schön, so in einer neuen Stadt begrüßt zu werden. 
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[30] Bildung: marburgnews von Samstag, 30. Oktober 2004
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 Herzrettertag: Neuer kleiner Lebensretter 
 Marburg * (sts) 130.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einem plötzlichen Herztod. Das entspricht einer Zahl von 350 Menschen pro Tag. Bis zu 50 Prozent dieser Menschen könnten bei optimaler Erstversorgung gerettet werden. Der erste landesweite "HerzRetterTag" am Samstag (30. Oktober) sollte dazu dienen, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Gefahren und Hilfemöglichkeiten zu entwickeln. An drei Mitmach-Stationen - auf dem Marktplatz, vor dem Kaufhaus Ahrens und dem Cineplex - konnten Passanten den neuartigen automatischen externen Defibrillator, kurz AED genannt, ausprobieren. "Lebensrettung von jedem für jeden" heißt es in der Werbebroschüre für den AED. Das Gerät steuert sozusagen sämtliche erforderlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Prinzipiell muss das Gerät nur eingeschaltet und die Elektroden auf dem Oberkörper des Patienten angeklebt werden. Anschließend ist lediglich den Anweisungen des AED zu folgen. Im Falle eines Herzkammerflimmerns kann selbst der Laie mit dem AED einen lebensrettenden Elektroschock auslösen. In Kombination mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung kann so die Zeit bis zum Eintreffen eines Rettungswagens sinnvoll genutzt werden. "Selbst ein Laie kann mit der Benutzung dieses Geräts keinen Schaden anrichten. Der Elektroschock kann nur ausgelöst werden, wenn der AED ein Herzkammerflimmern feststellt", sagte der ärztliche Leiter des Landkreises Marburg-Biedenkopf Erich Wranze-Bielefeld. Studien aus den USA belegen, dass bei hoher Verbreitung des AED in stark frequentierten Gebäuden bis zu 50 Prozent bessere Überlebenschancen für die Betroffenen bestehen. Bis zum Ende des Jahres sollen in Marburg 20 AEDs vorhanden sein. Bisher gibt es sie im Rathaus, im Gesundheits- und im Landratsamt. In der Nähe des Hauptbahnhofs, in der Elisabethkirche, im Stadtbüro, in Apotheken, Industriebetrieben und Banken sowie der Stadthalle sollen demnächst solche Laien-Defibrillatoren aufgestellt werden. Die dort tätigen Personen sollen zudem eine Ausbildung für die Benutzung des AED erhalten. Die Präventions-Allianz der Stadt Marburg mit der Philipps-Universität und dem Universitäts-Klinikum hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese rund 1.500 Euro teuren Defibrillatoren flächendeckend in der Stadt zu positionieren. "Wir wollen den Menschen vor allem die Angst nehmen, etwas Falsches zu tun. Das Falscheste ist schließlich, gar nichts zu tun", sagte Kardiologe Dr. Reinhardt Funck, der anlässlich eines Empfangs zum "HerzRetterTag" im Rathaus die Arbeit der "Präventions-Allianz" vorstellte. 
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[31] Wissenschaft: marburgnews von Sonntag, 31. Oktober 2004

Für Sonntag, 31. Oktober 2004, wurde bislang noch kein Text hinterlegt.

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