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Text von Samstag, 28. April 2007

> k u l t u r<
 
 

 Fortsetzung folgt: Debatte über Turnergarten 
 Marburg * (sts)
Ein wenig versöhnlicher als im Haupt- und Finanzausschuss endete die Debatte um den Turnergarten am Freitag (27. April) im Stadtparlament dennoch ohne eine Einigung. Der CDU-Antrag zur Entwicklung eines betriebswirtschaftlich tragfähigen Nutzungskonzepts wurde mit den Stimmen der übrigen Fraktionen abgelehnt.
"Durch das vom VfL Marburg vorgelegte Nutzungskonzept wird der Turnergarten zu einer weiteren Turnhalle", sagte Roger Pfalz (CDU). Der Magistrat solle prüfen, ob nicht auch noch weitere entgeltliche Nutzungen in frage kämen.
Ausdrücklich wies Pfalz daraufhin, dass keineswegs Nutzungsgebühren vom VfL Marburg oder anderen Sportvereinen zu entrichten seien. Das vorgelegte Konzept sei hervorragend, müsse aber durch kommerzielle Nutzungen ergänzt werden.
Nach derzeitigen Kostenberechnungen wird die Stadt Marburg den Turnergarten jährlich mit rund 50.000 Euro unterstützen müssen. Eine Kostendeckung sei auch durch das überwiegend gemeinnützige Konzept überhaupt nicht zu erreichen, sagte der Ehrenvorsitzende des VfL Marburg Dr. Reimer Wulf (CDU). Der Druck auf die Stadt, eine weitere Sporthalle zu bauen, nehme durch die geplante Nutzung des Turnergartens aber ab.
Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) versprach, die betriebswirtschaftliche Grundlage zu optimieren. Doch selbst bei hoher Auslastung werde letztlich eine finanzielle Lücke bleiben.
Mit großem Unmut reagierte die CDU-Fraktion auf den Vorwurf der Stadtverordneten Marianne Wölk (SPD), die die Christdemokraten als "Gegner des Sports" bezeichnete. Wulff machte deutlich, dass die CDU kein kostendeckendes Konzept verlange, sondern lediglich eine Überprüfung des bisherigen Konzepts. "Wenn das Ergebnis der Überprüfung eine finanzielle Lücke aufweist, dann ist das eben so und wird von uns akzeptiert werden", sagte Wulff.
Trotz dieses "deutlichen Wandels in den Reihen der CDU", wie Vaupel mit Verweis auf die vehementeren Forderungen in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses meinte, lehnten alle Fraktionen den Antrag ab.
 
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