Die Ausführungsplanung zur Realisierung der Baumaßnahme der Turnhalle "Jägerkaserne“ an der Frankfurter Straße hatte der Magistrat der
Stadt Marburg bereits am 20. April 2009 genehmigt. Die Sportstätte wurde 1937 erbaut und bis zur Aufgabe des Bundeswehrstandorts Marburg 1994 ausschließlich durch die Bundeswehr selbst genutzt.
Die Halle war als reine Sporthalle ohne entsprechende Umkleide- und Duschräume konzipiert. Das Gebäude wurde 1998 mit einer Zweckbindung als Turn- und Sporthalle für 25 Jahre von der Stadt erworben.
In der Turnhalle absolvieren die Otto-Ubbelohde-Schule, die Emil-von-Behring-Schule, die Elisabethschule sowie die Adolf-Reichwein-Schule von Montag bis Freitag jeweils zwischen 8 und 17 Uhr ihren Sportunterricht. Vereine und Sportgruppen nutzen sie von Montag bis Freitag zwischen 17 und 22 Uhr sowie an den Wochenenden.
Freie Kapazitäten sind nicht vorhanden. In den Ferienzeiten wird die Halle nach Genehmigung durch den Fachdienst Sport in Anspruch genommen.
Da die Turnhalle nicht den Bestimmungen der Sportstätten-Richtlinien entspricht, sind die geplanten Maßnahmen dringend erforderlich. Den Nutzerinnen und Nutzern steht bisher lediglich ein Umkleideraum, ein Duschraum sowie eine Toilette zur Verfügung. Auch aus energetischen Gründen ist eine Sanierung notwendig.
Das Konzept wird unter Beteiligung des Sportdezernenten, des Koordinators für Schule und Sport sowie der Fachdienste Sport und Hochbau umgesetzt. Geplant ist der Umbau der hinteren Räume zu Umkleide- und Sanitärräumen für Vereine und Sportgruppen.
Die vorhandenen Umkleide- und Sanitärräume sowie Garagen im vorderen Teil werden abgerissen. Hierfür entstand ein eingeschossiger Anbau. Die gesamte Sanierungsfläche beträgt 247,33 Quadratmeter.
Zu den Sanierungsmaßnahmen gehören nicht nur die Ausstattung des Daches mit Wärmedämmung und integrierter Photovoltaik-Anlage. Außerdem ist die Erneuerung der Elektro- und Lüftungsanlage, der Fenster, des Hallenbodens als Schwingboden sowie der Prallschutzwand-Verkleidung vorgesehen.
Durch die neuen Fenster und die Wärmedämmung des Daches werden jährlich Energiekosten von 10.657 Euro eingespart. Außerdem wird eine Minderung der Kohlendioxid- Emissionen von 44 Tonnen erzielt. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 1.489.000 Euro.