Aktuelles


Aktion: Wählen Sie den marburgnews-Text 2001!


31.12.2001 * (
FJH)
Nicht ohne Rückmeldung der Leserschaft auskommen möchte die marburgnews-Redaktion: Bis Mittwoch (30. Januar) läuft deswegen die marburgnews-Aktion des Monats Januar. Wählen Sie unter den 336 Texten des Jahres 2001 Ihren Favoriten aus. Senden Sie Ihre Wertung per e-Mail an umfrage@marburgnews.de!
Der Sinn dieser Leserumfrage liegt in dem Bestreben, die Interessen der Leserschaft zu ermitteln und - nach Möglichkeit natürlich auch - zu berücksichtigen.
Das Ergebnis wird dann zum Monatswechsel mit dem marburg-newsletter 3 bekanntgegeben.
Für das Neue Jahr plant die marburgnews-Redaktion monatliche Aktionen, die Leserinnen und Lesern der ersten Marburger Online-Zeitung Gelegenheit zum Mitmachen - Abstimmen, Kommentieren oder Mitspielen - eröffnen.
Beteiligen sie sich an der marburgnews-Aktion des Monats Januar und mailen Sie uns Ihre Meinung zu: Welcher marburgnews-Text aus dem Jahr 2001 hat Ihnen am besten gefallen?
marburgnews-Text vom Jahr 2001 hat Ihnen am besten gefallen?

Sie sind schon der . Teilnehmer an der marburgnews-Aktion des Monats Januar 2002!



Nachlese: Marburg und der Rest der Welt


30.12.2001 * (
FJH)
Beunruhigend geht das Jahr 2001 weltpolitisch zu Ende: Der "Kaschmir-Konflikt" zwischen Indien und Pakistan kann jederzeit in einen "heißen" Krieg übergehen. Und: Beide Länder verfügen über Atomwaffen!
Die "große" Politik hat auch in Marburg das Jahr 2001 maßgeblich geprägt: Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon am 11. September erblühte die - bis dahin sanft vor sich hin dösende - Friedensbewegung in Marburg zu neuem Leben. Zahlreiche Aktivitäten und Veranstaltungen zu militär- und außenpolitischen Themen fanden statt oder sind für 2002 geplant. Das "Marburger Friedensgespräch" in der Volkshochschule soll zu einer festen Einrichtung werden.
Kommunalpolitisches "Reizthema" des Jahres war zweifellos die Abwahl der Grünen Stadträtin Ulrike Kober durch die rot-grüne Koalition und die Berufung ihres "Parteifreunds" Dr. Franz Kahle zum Sozial- und Umweltdezernenten der Stadt Marburg. Wichtige Weichenstellungen brachten auch die Kommunalwahlen am 18. März, bei denen Hessens Stimmberechtigte erstmals kumulieren und panaschieren durften. Diese Persönlichkeitswahl brachte vor allem der pensionierten DGB-Kreisvorsitzenden Käte Dinnebier einen beachtlichen Erfolg: Ganze 30 Plätze rückte die populäre Gewerkschafterin auf der SPD-Liste nach oben und damit ins Stadtparlament ein. Ein weiterer Nutznießer der Wahlergebnisse war Dr. Karsten McGovern, den der Kreistag nach der Bildung einer neuen Koalition am 28. September zum Sozial- und Umweltdezernenten des Landkreises Marburg-Biedenkopf wählte.
Ein wichtiges Ereignis - nicht nur - aus dem Bereich Wissenschaft war das Jubiläum der Verleihung des ersten Nobelpreises für Medizin an den Marburger Arzt und Immunologen Emil von Behring am 10. Dezember 1901. Auf ihr 475. Jubiläum im kommenden Jahr hat sich die Philipps-Universität mit einem neuen Logo vorbereitet, das dem Zeitgeist huldigt und das historische Siegel ihres Gründers faktisch auf die Müllhalde der Geschichte werfen will. Begeht man so ein Jubiläum?
Mehr Kultur bewies da die Marburger Bevölkerung, die das erste Europäische Integrative Tanz- und Theaterfestival "EUCREA" vom 25. November bis zum 1. Dezember durch ihr reges Interesse zu einem echten Kassenschlager machte. Hervorragende Darbietungen der behinderten Künstlerinnen und Künstler und ihrer nichtbehinderten Mitspielerinnen und Mitspieler lohnten den Besuch aber auch absolut.
Bestes Stück auf Marburgs Theaterbühnen war im Jahr 2001 "Mephisto" nach einer Vorlage von Klaus Mann. Die Inszenierung von Ekkehard Dennewitz, dem Intendanten des Die wichtigste soziale Errungenschaft des Jahres dürfte der Stadtführer für Behinderte sein, den der Magistrat der Universitätsstadt Marburg, der Behindertenbeirat und die Philipps-Universität gemeinsam erarbeitet haben.
Für die heimische Wirtschaft war 2001 ein Jahr von Pech und Pleiten: Mit Tedas mussten gleich zwei Unternemen der Kommunikationsbranche einen Insolvenzantrag stellen. Und auch das Software Center Marburg (SCM) kommt ohne städtische Zuschüsse nicht aus.
Nicht ohne die Rückmeldung der Leserschaft auskommen möchte die marburgnews-Redaktion. Bis Dienstagabend (1. Januar) um 23 Uhr besteht noch Gelegenheit zur Teilnahme an der marburgnews-Leserumfrage: Was war für Sie 2001 wichtig?


Nichts für Kinder: Warnung vor gefährlichem Sylvesterspaß


28.12.2001 * (
FJH/pm)
Böller gehören nicht in Kinderhand. Darauf wies am Freitag (28. Dezember) Dr. Karsten McGovern hin. Der Jugend- und Sozialdezernent des Landkreises Marburg-Biedenkopf warnt vor leichtsinnigem Umgang mit Feuerwerkskörpern.
Die Einschränkungen beim Verkauf von Feuerwerkskörpern sollten auch von Eltern und anderen Begleitpersonen von Kindern und Jugendlichen ernst genommen werden. "Die gesetzlichen Vorschriften machen Sinn, da von Feuerwerkskörpern tatsächliche Gefahren ausgehen", meinte McGovern. Das Gesetz verbietet einen Verkauf bestimmter Artikel an Kinder unter 12 Jahren und anderer Feuerwerke sogar an Jugendliche unter 18.
Beim Kauf von Feuerwerkskörpern sollte man auf die Zulassungsnummer der Bundesanstalt fÜr Materialforschung und -prÜfung (BAM) achten. Pyrotechnische Artikel ohne diese "BAM-Kennzeichnung" sind in der Bundesrepublik nicht zugelassen. In der Regel besteht bei ihrem Einsatz ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.
Kinder und Jugendliche sollten nicht allein mit Feuerwerkskörpern hantieren, rät McGovern. Außerdem sollte man sie frÜhzeitig auf die Gefahren des Umgangs mit Böllern aufmerksam machen.


Festtagsruhe: Polizei und Feuerwehr im Einsatz


26.12.2001 * (
FJH/pm)
Mit der Drehleiter musste die Feuerwehr am Mittwoch (26. Dezember) die Bewohner eines Hauses im Damaschkeweg retten. Gegen2.20 Uhr kam es nach der Implosion eines Fernsehgerräts zu einem Zimmerbrand mit starker Rauchentwicklung. Zwei Anwohner mussten Verdachts auf Rauchvergiftung behandelt werden.
Schon am ersten Weihnachtstag konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg verbuchen: Nach Hinweisen aus der Bevölkerung fasste die Polizei am Dienstagmittag (25. Dezember) einen 28-Jährigen Mann. Er gestand, am 22. Dezember an einer Bushaltestelle in der Großseelheimer Straße einem 17-Jährigen mit einem Messerstich in den Rücken schwer verletzt zu haben. Am zweiten Weihnachtstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt . Seine drei Mittäter im Alter von 28, 19 und 17 wurden noch am selben Nachmittag verhaftet.
Probleme bereitete manchem Autofahrer an den Feiertagen das winterliche Wetter. Es kam zwar zu Straßensperrungen, aber zu keinen Personenschäden. Mit insgesamt 60 Einsätzen der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste verliefen die Feiertage insgesamt vergleichsweise ruhig.


Messerstich: Polizei sucht Zeugen


22.12.2001 * (
FJH/pm)
Mit einem tiefen Messerstich in den Rücken endete in der Nacht zum Samstag (22. Dezember) in der Großseelheimer Straße für einen 17-jährigen Weimarer die Auseinandersetzung mit einer Gruppe Jugendlicher.
Der 17-Jährige war gegen Mitternacht zusammen mit zwei Bekannten im Stadtbus von Wehrda unterwegs zum Richtsberg. Im Verlauf der Fahrt kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit einer Gruppe von zunächst drei jungen Männern und zwei Frauen.
Nachdem der Busfahrer die Parteien getrennt hatte, stieg der 17-Jährige mit seinen beiden Bekannten an der Haltestelle "Brüder-Grimm-Straße" aus. Die Gegenpartei, zu der sich ein vierter Mann gesellt hatte, stieg an der nächsten Haltestelle aus. Dann setzte man die Auseinandersetzung auf der Straße fort. Dabei stach der Unbekannte mit seinem Messer zu.
Das Opfer ist in stationärer Behandlung. Lebensgefahr besteht aber nicht.
Die Gruppe um den Täter flüchtete zufuß die Großseelheimer Straße hinauf. Die Polizei fahndet nun nach dem unbekannten, etwa 18-jährigen Mann mit einem dreieckigen Kinnbart und Gesichtspiercing. Er wird als Schlank und etwa 1,78 Meter groß beschrieben. Er trug einen dreieckigen Kinnbart und hatte kurze braune hochgegelte Haare mit blonden Strähnen sowie ein Piercing an der linken Gesichtsseite. Er könnte eine Platzwunde an der Lippe haben.
Seine Begleiter waren ein etwa 18 Jahre alter, schätzungsweise 1,72 Meter großer Mann mit hellbraunen Haaren, Mittelscheitel und längerem Deckhaar sowie ein ebenfalls rund 18-jähriger, ungefähr 1,85 Meter großer, kräftiger Mann, der Russisch sprach. Er hatte ein dickes rundes Gesicht und trug ein Kopftuch sowie eine Brille mit viereckigen Gläsern.
Mehrere Zeugen müssten die Vorgeschichte im Stadtbus und die anschließende Tat auf der Straße gesehen haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 zu melden. Auch Hinweise zur Identität der beschriebenen Männer sind erwünscht.


Weiße Pracht: Wintereinbruch zum Wochenende vor Weihnachten


22.12.2001 * (
FJH)
Wovon Bing Crosby vor fast fünfzig Jahren in seinem millionenfach verkauften Lied mit sonorer Stimme träumte, das wird für Marburgs Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr wahrscheinlich Wirklichkeit werden: Weiße Weihnacht!
[Verschneites Marburg]        Zu den Fotos!        [Blick von der Rosenbrücke auf die verschneite Stadt]

Stundenlanger Schneefall, zeitweilig von scharfen Windböen begleitet, verwandelte am Freitag (21. Dezember) die Stadt nach und nach in eine Winterlandschaft. In der Nacht zum Samstag (22. Dezember) kamen noch einmal mehr als 20 Zentimeter hinzu, so dass Marburg am Morgen unter einer weißen Schneedecke lag. So begann der vierte Adventssamstag für viele mit Schneeräumen.
"Sausalz" schimpft ein Passant, "da hinten ist alles glatt; da haben sie Salz gestreut." Auf der Rosenbrücke liegt der Schnee ungeräumt. "Hier ist es gut", freut sich der alte Mann und stapft mit einem netten Weihnachtsgruß weiter durch den Schnee.
Allmählich weicht der Adventstrubel weihnachtlicher Stille. Vor den Schaltern im Hauptbahnhof bilden sich lange Schlangen. Nicht nur die Studierenden verlassen die Stadt, um das Fest bei der Familie zu feiern. Schulferien und Wintersport locken auch Alteingesessene in die Ferne. So bekommen viele gar nichts mit vom verschneiten Marburg in seiner weißen Pracht.


Leserumfrage: Was war 2001 für Sie wichtig?


19.12.2001 * (
FJH)
Das Jahresende ist gemeinhin Anlass für einen Rückblick auf die Ereignisse des ablaufenden Zeitabschnitts. Auch die marburgnews-Redaktion wird das zurückliegende Jahr dann aus ihrer Sicht bewerten.
Wir möchten aber auch die Leserinnen und Leser von marburgnews um eine persönliche Bewertung bitten: Was war für Sie das wichtigste Ereignis des ablaufenden Jahres?
Schreiben Sie uns Ihren Kommentar oder berichten Sie von wichtigen persönlichen Erlebnissen!
Die interessantesten Zusendungen wollen wir zum Jahreswechsel hier veröffentlichen. Außerdem wollen wir unter den Einsenderinnen und Einsendern drei Hörbücher verlosen.
Was war für sie das wichtigste Ereignis des Jahres 2001?

Sie sind schon der . Teilnehmer an der
marburgnews-Leserumfrage 2001!



Erfolgreiche Gegenwehr: Überfall in der Oberstadt


13.12.2001 * (
FJH/pm)
Beherzt schlug eine 19-jährige Studentin am Montagabend (10. Dezember) zwei Angreifer in die Flucht. Die maskierten Männer hatten die junge Frau gegen 21.30 Uhr vor dem Gelände des Physikalischen Instituts am Renthof von hinten festgehalten und - so die Studentin - versucht, sie auf das Grundstück zu zeiehen.
Die Studentin war zu fuß auf dem Heimweg , als sie plötzlich von hinten festgehalten wurde. Ein Mann riss ihr die Handtasche von der Schulter und warf sie weg. Die Studentin schrie laut um Hilfe, wehrte sich und trat nach den Tätern. Als sich Anwohner näherten, schlug einer der Männer die junge Frau ins Gesicht, bevor er gemeinsam mit seinem Komplizen durch das offene Tor vom Physikalischen Institut zur Mainzer Gasse davonlief.
Beide waren etwa 1,80 m groß und trugen Jeanshosen, dunkle Bomberjacken, Schals und schwarze Baseballmützen. Sie waren jünger als 20 Jahre. Ein Täter war Linkshänder.
Hinweise nimmt die Polizeistation Marburg unter der Telefonnummer 06421/4060 entgegen.Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Körperverletzung gegen Unbekannt.


Arglose Anhalter: Räuber stoppten ausgerechnet die Polizei


12.12.2001 * (
FJH/pm)
Seine Geistesgegenwart rettete einen 54-jährigen Marburger und seine 71-jährige Tante am Dienstagabend (11. Dezember) aus einer brenzligen Lage. Außerdem brachte sie zwei Ganoven hinter Gitter. Sie hatten gegen 20.15 Uhr versucht, ein Auto zum Anhalten zu zwingen und dann damit wegzufahren. Dabei gerieten sie erst an den Marburger und dann ausgerechnet an einen Streifenwagen der Polizei!
Kurz zuvor hatten sie den 54-jährigen Marburger b an der selben Stelle gestoppt. Er war gerade dabei, seine 71-jährige Tante nach Hause zu bringen. Als er bei Schönstadt von der Bundesstraße 3 nach links auf die Kreisstraße 3 in Richtung Bracht abbog, sprangen plötzlich zwei dunkel gekleidete Männer auf die Straße und zwangen ihn durch Winkzeichen zum Anhalten. Ohne Schwierigkeiten brachte der Mann sein Auto vor den auf der Fahrbahn stehenden Personen zum Stillstand. Er hatte vor dem Abbiegen anhalten müssen und war gerade erst wieder angefahren.
Einer der "Dunkelmänner" öffnete die Fahrertür und fragte, wo es nach Hamburg gehe. Mit den Worten "Ich habe einen Revolver, aussteigen, oder ich knalle dich ab" forderte er den Autobesitzer zur Herausgabe seines Fahrzeugs auf. Da ihm die Situation nicht geheuer erschien, hatte der Autofahrer aber die Notrufeinrichtung seines Navigationssystems betätigt. Durch die offene Fahrertür hörten der Täter und der 54-Jährige gleichzeitig, wie sich die Polizei meldete. Der Autofahrer schilderte laut und deutlich seine Situation, woraufhin die beiden Männer zur Seite gingen und den -Mann in Verkehrspolizistenmanier durchwinkten. Der Autofahrer und seine Tante konnten unbehelligt weiterfahren.
Bei den nur wenige Minuten später eintreffenden Polizeibeamten starteten die beiden Männer einen erneuten Versuch. Sie sprangen wieder auf die Straße und winkten, um den herannahenden Funkwagen, den sie offenbar nicht erkannt hatten, anzuhalten. Diesem Wunsch kamen die Beamten selbstverständlich nach. Noch bevor die beiden Täter reagieren konnten, erfolgte ihre Festnahme.
Die beiden Männer im Alter von 22 und 23 Jahren, die ohne festen Wohnsitz sind, wurden in Haftzellen der Polizeistation Marburg eingesperrt. Eine Waffe konnte nicht gefunden werden. Eine Blutentnahme sollte klären, ob sie unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen standen. Die Ermitlungen wegen versuchten Raubes eines PKW und wegen Verdachts des räuberischen Angriffs auf einen Kraftfahrer dauern nach Angaben des Polizeipressesprechers Martin Ahlich vom Mittwochmorgen (12. Dezember) an.


Aufgefallen: Polizei verhaftete zwei Verdächtige


07.12.2001 * (
FJH/pm)
Seine nervöse Reaktion kostete einen 41-jährigen Marburger am frühen Freitagmorgen (7. Dezember) vermutlich die Freiheit. Als er einen Streifenwagen hinter sich sah, gab er Gas. Gegen 2.15 Uhr fiel einer Polizeistreife zwischen Lollar und Fronhausen der - mit mehreren Personen besetzte- silberfarbene VW Polo auf. Der wiederum beschleunigte daraufhin so stark, dass die Beamten die Verfolgung aufnahmen. Als der Streifenwagen zu dem Polo aufgeschlossen hatte, fuhr der Fahrer vorschriftsmäßig weiter. Haltezeichen der Beamten ignorierte er aber.
In der Marburger Straße in Fronhausen hielt er dann an. Noch im Fahren wurde die Beifahrertür aufgestoßen. Zwei Männer sprangen hinaus und flüchteten. Sie konnten zunächst unerkannt entkommen.
Den Fahrer, einen 41-jährigen Marburger, nahm die Polizei fest. In dem Fahrzeug fanden sich neben einem - vermutlich gestohlenen - Autoradio Einbruchswerkzeuge wie ein Brecheisen und eine Rohrzange sowie selbstgefertigte schwarze Masken mit Sehschlitzen.
Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen nach den beiden flüchtigen Männern und Ermittlungen am Wohnort des Polo-Fahrers nahm die Polizei einen - nach eigenen Angaben - 31-jährigen Mann fest. Bei dem dritten - noch flüchtigen - Mann handelt es sich möglicherweise um den etwa 28-Jährigen Wohnungsvermieter dieses Festgenommenen.
Im Rahmen von Durchsuchungen stellten die Beamten sowohl in der Wohnung des 41-jährigen als auch in der Wohnung des noch flüchtigen 28-jährigen augenscheinliches Diebesgut sicher. Hierbei handelt es sich um Autoradios, Fotogeräte, Digitalkameras, elektrische Heimwerkerwerkzeuge wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber und Stichsägen sowie Computerlaptops sicher. Die Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls dauern an. Die festgenommenen Tatverdächtigen werden nach Vernehmung dem Haftrichter vorgeführt.


Nikolausabend: Dunkle Kleidung bei tödlichen Unfällen


06.12.2001 * (
FJH/pm)
Dunkle Kleidung wurde zwei Rentnern am Vorabend des Nikolaustags zum Verhängnis. Auf der Beltershäuser Straße in Marburg erfasste am Mittwoch (5. Dezember) ein Auto gegen 18 Uhr einen 75-jährigen Mann in einem grauen Jogging-Anzug. Zehn Minuten später überfuhr ein VW Golf Kombi in Kirchhain eine 81-jährige Frau ebenfalls beim Überqueren der STraße.
Der erste Unfall ereignete sich unweit des Kreishauses auf der Beltershäuser Straße zwischen der Umgehungsstraße und der Raiffeisenstraße . Nach den Unfallermittlungen beabsichtigte der Marburger, die Beltershäuser Straße in Richtung Damaschkeweg zu überqueren. Eine 53-jährige Frau aus dem Ebsdorfergrund nahm den - aus ihrer Sicht von rechts nach links gehenden - Mann erst nach dem Zusammenprall wahr. Sie war in ihrem Renault Twingo bei Regen, Gegenverkehr und nasser Fahrbahn stadtauswärts unterwegs. Ihr Wagen erfasste den Mann und schleuderte ihn hoch über das Auto.
Unmittelbar an der Unfallstelle leistete ein Arzt sofort Erste Hilfe. Der alte Mann erlitt durch den Zusammenstoß so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle im Rettungswagen verstarb. Die Autofahrerin blieb unverletzt.
Der Kriseninterventionsdienst kümmert sich um die Betreuung der Angehörigen.
Auf der Kasseler Straße (Landesstraße 3073) in Kirchhain prallte die 81-jährige Fußgängerin um 18.10 Uhr im Bereich der Kreuzung Am Holderstrauch/Dahlienstraße mit dem Kombi einer 36-jährigen Frau zusammen. Die Fahrerin bemerkte die dunkel gekleidete Rentnerin zu spät. Sie versuchte noch, nach links auszuweichen, was ihr wegen des Gegenverkehrs jedoch nicht gelang. Die Fußgängerin wurde von der vorderen rechten Fahrzeugseite erfasst, zunächst hoch und dann über die Motorhaube zur Seite geschleudert.
Die Erstversorgung übernahm der Notarzt an der Unfallstelle. Die Verletzungen erwiesen sich aber als so schwer, dass die Frau kurze Zeit später in der Klinik verstarb.
Angekündigt hatte sich die Unfallserie schon um 17.45 Uhr mit einem Unfall im Einmündungsbereich der Landesstraße 3093/L 3048. Ein 45-jähriger Mann aus Niederweimar fuhr mit seinem Fiat von Niederwalgern nach Fronhausen. Im Einmündungsbereich stieß er mit dem VW Golf eines 22-jährigen Gladenbachers zusammen, der auf der vorfahrtberechtigten L 3048 aus Bellnhausen nach Oberwalgern fuhr. Ein 30-jähriger Mann aus Gladenbach fuhr zur gleichen Zeit auf der L 3048 von Oberwalgern nach Bellnhausen. Er überfuhr Fahrzeugteile, die durch den vorangegangenen Zusammenstoß verstreut auf der Fahrbahn lagen und beschädigte dadurch seinen Citroen. Die benachrichtigte Feuerwehr Fronhausen, die bei Eintreffen der Polizei die Unfallstelle bereits abgesichert und ausgeleuchtet hatte, befreite den leichtverletzten 45-jährigen eingeklemmten Mann aus seinem Fahrzeug.
Den schwer verletzten 22-jährigen Gladenbacher brachte ein Rettungswagen ins Krankenhaus. Sein Beifahrer blieb unverletzt.
Die Unfälle in Cappel und Kirchhain mahnen dazu, besonders bei Dämmerung und Dunkelheit helle und kontrastreiche Kleidung anzuziehen.


Überrascht: Autodieb flüchtete ohne Rucksack


05.12.2001 * (
FJH/pm)
Ein dreister Autodieb treibt derzeit in Marburg sein Unwesen. Am Montag (3. Dezember) kam es zwischen 14 und 14.35 Uhr zu zwei PKW-Aufbrüchen. Auf einem nur für Mitarbeiter einer Klinik vorgehaltenen Parkplatz in der Deutschhausstraße überraschte der Besitzer eines weißen Renault Einen 18 bis 30 Jahre alten und 1, 80 bis 1,85 Meter großen Mann mit kräftiger Figur und rundem Gesicht, dunklen kurzen gelockten Haaren in einen hellbraunen hüftlanger Stoffjacke mit zwei Streifen auf den Ärmelaußenseiten sowie einer blauen Jeanshose bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs. Der Mann konnte jedoch flüchten, bevor er durch den Besitzer festgehalten werden konnte. Bei der überstürzten Flucht ließ er einen braunschwarzen Rucksack zurück, in welchem ein Autoradio, ein Handy mit Ladegerät und das Bedienteil eines weiteren Radios gefunden wurde. Eines dieser Radios stammt aus einem weißen VW, welcher direkt in der Deutschhausstraße abgestellt war. In diesen weißen VW Transporter war der Mann ebenfalls durch Aufhebeln des Türschlosses eingebrochen.


Unchristlich: Langfinger in Kirche und auf Weihnachtsmärkten


04.12.2001 * (
FJH/pm)
Nichts ist den Ganoven heutzutage mehr heilig: Selbt in Kirchen greifen sie zu; und auch auf Weihnachtsmärkten ist kein Besucher vor ihnen sicher!
Das Gedränge auf den Marburger Weihnachtsmärkten nutzten Unbekannte am Vergangenen Wochenende, um Besuchern ihre Geldbörse zu stehlen. Am Samstagmittag (1. Deezember) Griffen sie auf dem Marktplatz in die Innentasche einer Jacke. Dort fanden sie ein Portemonnaie, das sie unbemerkt entwenden konnten.
[Auf dem Weihnachtsmarkt]        Zu den Fotos!        [Abends auf dem Weihnachtsmarkt]

Am Sonntagabend (2. Dezember) waren die Taschendiebe auf dem Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche unterwegs. Dort hatten sie leichteres Spiel: In der Außentasche eines Mantels fanden sie eine Geldbörse mit 250 Mark, persönlichen Ausweisen und Papieren. Der Geschädigte hatte sie dort zwischen 18.15 und 18.30 Uhr stecken, nachdem er an einem Verkaufsstand bezahlt hatte.
Die Taschendiebe müssen "professionell" gearbeitet haben: Beide Betroffene haben den eigentlichen Diebstahl nicht bemerkt und können daher keine Angaben zu Verdächtigen machen.
Die Polizei empfiehlt, Wertgegenstände in verschlossenen Innentaschen am Körper aufzubewahren. Insbesondere bei dichtem Gedränge sollte man Brieftasche und Geldbörse gut wegstecken.
Wegen besonders schweren Diebstahls ermittelt die Polizei gegen einen unbekannten Serientäter. In den letzten vier Wochen, zuletzt am Samstag (1. Dezember) , brach dieser Unbekannte insgesamt viermal den Opferstock in der Kugelkirche auf. Dieser kleine ser
ie tahlkasten mit Klappe, der durch ein Schloss gesichert ist, befindet sich neben einem Gedenklichtertisch. In diesen hinterlegen Kirchgänger pro Kerze in der Regel 1 DM.
Ein Tatverdacht kann nach Angaben von Polizeipressesprecher Martin Ahlich nicht geäußert werden.


Flaschen: Polizei ertappte Bierkastendiebe


03.12.2001 * (
FJH/pm)
Besoffen gewesen sein müssen zwei Diebe, die sich am Samstagabend (1. Dezember) ans Werk gemacht haben. Ziel ihrer Begierde waren bierkästen, allerdings leere. Die wollten sie vom Betriebsgelände einer Firma in der Marburger Kernstadt stehlen. Dabei ging einer von ihnen, ein33-jähriger Arbeitsloser, der Polizei ins Netz.
Um 19.40 Uhr meldeten aufmerksame Bürger, dass auf dem Betriebsgelände gerade zwei Personen mit dem Abtransport von Leergutkästen beschäftigt seien. Den eingesetzten Beamten gelang die Festnahme eines der Täter auf dem eingezäunten Grundstück. Er war - so der Polizeibericht von Montag (3. Dezember) "bereits mehrfach wegen gleicher Vorfälle aufgefallen".
Nach ersten Ermittlungen schütze sich der Dieb mit seiner Jacke als Unterlage vor dem Stacheldraht des überwundenen Zaunes. Er reichte seinem Helfer auf der anderen Seite das Leergut über den Zaun. Als die BEamten eintrafen, befand sich ein Teil der Kästen bereits außerhalb des Firmengeländes.
Die Fahndung nach dem zweiten Täter verlief bisher erfolglos. Eine Beschreibung des Unbekannten liegt der Polizei nicht vor. Sie ermittelt nun wegen Einbruchsdiebstahls.


Adventskalender: Vorweihnachtliche Überraschungen


01.12.2001 * (
FJH)
Mit nicht nur einer Überraschung wartet das marburgnews-Team zur Adventszeit auf: Gleich 24 kleine Überraschungen birgt der marburgnews-Adventskalender, dessen erstes Türchen am Samstag (1. Dezember) geöffnet werden kann. Bis zum 24. Dezember warten weitere Überraschungen auf neugierige Besucher.
[Weihnachtsmarkt]        Zu den Fotos!        [Schneemann]

Doch damit nicht genug: Ab sofort können Sie sich eintragen in den neuen marburg-newsletter. Am 1. Adventssonntag wird ihr Eintrag noch für den allerersten Newsletter wirksam. Er erreicht seine Abonnenten dann am späten Montagabend (3. Dezember).
Und was steht drin?
Das verraten wir jetzt noch nicht. Lassen Sie sich überraschen!


30.11.2001 * Nachgekocht: Ausstellung serviert Behring vor 100 Jahren


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